Brosz: Gläserne Schüler durch Videoüberwachung können nicht Ziel moderner Pädagogik sein

Schulen brauchen Ressourcen zur Bearbeitung von Konflikten

Wien (OTS) - Die Diskussion um eine flächendeckende Videoüberwachung in Österreich treibt immer buntere Blüten. Jetzt fordern einige Schulen eine Videoüberwachung. "Die gläsernen SchülerInnen können doch nicht das Ziel moderner Pädagogik sein. Soziale Konflikte an den Schulen müssen endlich ernst genommen werden. Überwachung und polizeiliche Maßnahmen gegen SchülerInnen sind aber mit Sicherheit der falsche Ansatz," so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Ich wundere mich schon, wenn SchuldirektorInnen meinen, dass alle möglichen Schritte bereits gesetzt worden sind und die Videoüberwachung der einzige Ausweg sei. Wo sind denn die SozialarbeiterInnen an den Schulen, wo sind die zusätzlichen SchulpsychologInnen, wo sind die eigens ausgebildeten BeratungslehrerInnen? Moderne Ansätze zum Umgang mit sozialen Konflikten wurden in Österreich nie verwirklicht. Stattdessen wird allen Ernstes vorgeschlagen, die Toilettengänge an Schule per Videoüberwachung aufzuzeichnen", so Brosz.

"Bildungsministerin Schmied ist aufgefordert, mit den Schulen pädagogische Konzepte zu entwickeln und die notwendigen Ressourcen zur Konfliktbearbeitung zur Verfügung zu stellen. Videoüberwachung, gläserne SchülerInnen und polizeiliche Maßnahmen werden nichts zur Entspannung der Situation beitragen," so Brosz

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