ÖAMTC: Bis zu 900 Euro City-Maut sind eine unsoziale Maßnahme, die hauptsächlich Pendler trifft

Club fordert, öffentliche Verkehrsmittel attraktiver zu gestalten, statt Raubritter-Zölle an der Stadtgrenze einzuheben

Wien (OTS) - "Das Einheben von einem oder gar zwei Euro pro Überqueren der Stadtgrenze ist nicht der richtige Weg, den wachsenden Verkehr in Wien in den Griff zu bekommen", ärgert sich ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Diese Maßnahme trifft vor allem die 200.000 Arbeitnehmer, die nach Wien einpendeln. "Keiner nimmt täglich eine kilometerlange Anreise aus Jux und Tollerei auf sich. Es geht darum, Geld zum Leben zu verdienen. Diese Menschen sollen jetzt jährlich bis zu 900 Euro dafür bezahlen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. So eine unsoziale Forderung ist der Grünen nicht würdig", ist die ÖAMTC-Expertin empört.

Auch die geforderte zeitliche Trennung der City-Maut ist aus Sicht des ÖAMTC eine soziale Ungerechtigkeit. Mitarbeiter in Unternehmen sind teilweise so auf ihren Arbeitsbereich spezialisiert, dass sie fixe Anwesenheitszeiten haben müssen, um den Arbeitsfluss in Unternehmen zu gewährleisten. "Wie erklärt man als Dienstnehmer seinem Arbeitgeber, dass man aus Kostengründen von nun an nur mehr in der Nacht zur Arbeit erscheinen kann? Ein Ding der Unmöglichkeit", sagt Brugger-Brandau.

Die ÖAMTC-Expertin fordert, zuerst die Attraktivität von öffentlichen Verkehrsmitteln zu steigern, bevor man mit solchen Forderungen an die Öffentlichkeit tritt. Das beinhaltet einerseits Umsteigemöglichkeiten von Auto zu öffentlichen Verkehrsmitteln entlang des Straßennetzes an der Peripherie inklusive Ausbau und Bewerbung des Park & Ride-Angebotes. Andererseits muss auch der weitere Ausbau des Nahverkehrs-Systems im Großraum Wien - allen voran des Autobahnringes um Wien - zur Qualitätsverbesserung für den Pendlerverkehr vorangetrieben werden. "Besonders wünschenswert ist die Förderung von Mobilitätsinitiativen, beispielsweise von Fahrgemeinschaften", so die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin abschließend.

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