Broukal zu Uni-Zukunft: Gute Gespräche mit Hahn im Interesse der Unis und der Studierenden

SPÖ gegen neue Zugangsbeschränkungen - Für volle Mitsprache des Senats bei Rektorswahl

Wien (SK) - In den vergangenen vier Monaten haben SPÖ und ÖVP in guten Gesprächen die Zukunft der Universitäten ausgelotet. Für die SPÖ war wichtig, von außen kommende Anschläge auf die universitäre Mitbestimmung abzuwehren. "Das ist gelungen", freut sich SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. So wird der Senat - entgegen ersten Vorstellungen Hahns -weiter eine entscheidende Rolle bei der Rektorswahl spielen. "Die SPÖ war im Gegenzug bereit, dem amtierenden Rektor bei der ersten Wiederkandidatur im Wahlmodus eine Erleichterung zu gewähren", so Broukal am Donnerstag. ****

Mit dieser einen Ausnahme gelte weiterhin die Regel, dass nur jemand Rektor werden kann, der mit absoluter Mehrheit des Senats dafür vorgeschlagen wird.

In den Gesprächen habe es die SPÖ aber abgelehnt, manchen Rektorenforderungen nach neuen Zugangsbeschränkungen nachzukommen. "Für die SPÖ ist es nicht akzeptabel, dass ein Großteil der Studierenden nach dreijährigem Kurzstudium die Unis zwangsweise verlassen soll; auch das hat Hahn akzeptiert", ist Broukal erfreut.

Die SPÖ verkennt aber auch nicht, dass durch die neuen, fünfjährigen Baccalaureat- plus Master-Studien die Unis mehr leisten und deshalb zusätzliches Geld brauchen. "Wir fordern Minister Hahn auf, mit uns bei den Budgetverhandlungen dafür zu sorgen, dass die Unis zusätzliches Geld bekommen"; dann hätten auch die Rektoren keinen Grund mehr, einen großen Teil der StudentInnen nach drei Jahren von der Uni weisen zu wollen.

Aus für absolute Mehrheit der Professoren im Senat

Weitgehend einig ist man sich laut Broukal auch über eine Neuaufteilung der Gewichte im Senat: Die Professoren sollen die 2002 eingeführte absolute Mehrheit verlieren, dafür sollen junge WissenschafterInnen (Mittelbau) zusätzliche Sitze im Senat erhalten. In Zukunft hat dann nicht mehr eine Gruppe die dominierende Rolle. "Für mich eine kleine Wiedergutmachung für das kaltschnäuzige Zurückstutzen der Mitbestimmung für junge WissenschafterInnen durch das UG 2002", sagt Broukal.

Mit der morgigen Parlamentsenquete tritt die Diskussion nun in eine öffentliche Phase. "Die SPÖ freut sich über die Anregungen der Studierenden, der WissenschafterInnen und der akademischen FunktionärInnen. Wir dürfen freilich nicht vergessen, dass zur gedeihlichen Entwicklung unserer Unis nicht nur ein verbessertes Universitätsgesetz gehört, sondern auch eine ordentliche, international herzeigbare Finanzierung der Unis", so der SPÖ-Wissenschaftssprecher abschließend. (Schluss) ah

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