City-Maut - SP-Hora: "Grüne wollen schikanöse Überwachung aller AutofahrerInnen!"

Stockholmer City-Maut ein "wirtschaftliches Fiasko"

Wien (SPW-K) - "Die Wiener Grünen wollen mit ihrer Forderung nach einer City-Maut für Wien ganz offensichtlich eine lückenlose Überwachung aller AutofahrerInnen einführen. Diese Schikane - die an mittelalterliche Wegelagerer erinnert - lehnen wir ab", reagierte heute der Vorsitzende des Wiener Verkehrsausschusses, Karlheinz Hora, auf Aussagen der Grünen. "In Wien funktioniert die Parkraumbewirtschaftung als Lenkungsmaßnahme für den Verkehr sehr gut. Auch setzt Wien stärker als andere Großstädte erfolgreich auf den öffentlichen Verkehr - beim sogenannten "Modal Split" haben die öffentlichen Verkehrsmittel einen Anteil von 35 Prozent!"

In Stockholm habe sich die Einführung der City-Maut jedenfalls als "wirtschaftliches Fiasko" erwiesen, so Hora. "Dir Einnahmen sind weit hinter den Investitionen zurückgeblieben. Und den wahren Lenkungseffekt beim Verkehr hat in Stockholm nicht die City-Maut gebracht, sondern die Einführung von Regionalbuslinien - eine Maßnahme, die Wien schon längst mit der Einführung des Verkehrsverbundes Ost-Region umgesetzt hat!"

Zu den weiteren Forderungen der Grünen betonte der SP-Verkehrssprecher: "Gerade für Floridsdorf und die Donaustadt sind neue öffentliche Tangential-Verbindungen in Planung: Erst vor kurzem wurde eine davon - die verlängerte Linie 26 - auch mit Stimmen der Grünen beschlossen." Mit Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs sei auch eine entsprechende Erweiterung des Wiener Schnellbahnkonzeptes mit weiteren durchgehenden Linien in das Wiener Umland vorgesehen.

In Richtung Wiener ÖVP sagte Hora: "Offensichtlich sind dem Wiener Landesgeschäftsführer die letzten Zahlen des Wiener Modal Split nicht bekannt: Denn daran lässt sich ablesen, dass die Attraktivierung des öffentlichen Personenverkehrs laufend stattfindet und zu einem Umstieg des motorosierten Individualverkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel führt. Davon kann sich der ÖVP-Landegeschäftsführer jederzeit überzeugen, dazu muss er nur das gut ausgebaute Wiener Öffi-Netz nutzen!" (Schluss)

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