Ö1-Wirtschaftsmagazin "Saldo" am 11.4.: "Italien vor der Wahl - Brennpunkte Wirtschaft und Wachstum"

Wien (OTS) - Das italienische Wirtschaftswachstum ist Thema des
von Nadja Bernhard gestalteten "Saldo - das Wirtschaftsmagazin" am Freitag, den 11. April um 9.45 Uhr in Ö1.

Italiens Wirtschaft hat - unmittelbar vor der Wahl - zu den alten Problemen wie Staatsverschuldung, lähmende Bürokratie und Mafia, ein gefährliches neues dazu bekommen: Das Wirtschaftswachstum tendiert gegen Null. Die Regierung Romano Prodi hat zwar erste Stabilisierungserfolge beim Staatshaushalt erzielt, die sind jetzt aber in Gefahr. Die Partei von Silvio Berlusconi verspricht - ebenso wie Konkurrent Walter Veltroni - Steuersenkungen. Beide sagen nicht, wie sie die finanzieren wollen. Auch Strukturprobleme plagen Italiens Wirtschaft: Moderne Industriezweige wie Software oder Genforschung fehlen. Das Geld verdienen die vielen Klein- und Mittelbetriebe in Norditalien. Sie erzeugen Schuhe, Textilien oder Möbel. Aber sie sehen sich bedrohlicher Konkurrenz aus Ostasien, vor allem aus China, gegenüber. Die Löhne stagnieren seit Jahren. Fiat hat den Umschwung zwar geschafft, dafür steuert die Alitalia auf den Absturz zu. Die Mafia ist nicht in den Griff zu bekommen: Sie verdient so viel wie sieben Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes ausmachen - wenn es nicht gerade kriminelle Gewinne sind, so ist es Schwarzarbeit. Luca Cordero di Montezemolo, Chef des italienischen Unternehmerverbandes, sagt: "Die Wirtschaft wird erst dann wieder wachsen, wenn der Staat von Grund auf reformiert ist. Aber wir haben uns schon zu sehr daran gewöhnt, dass der Staat nicht funktioniert." Nähere Informationen zum Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter http://oe1.ORF.at.

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