Weinzinger zu Olympia: ÖOC-Präsident handelt im Widerspruch zu olympischem Gedanken

Wallner setzt Kritik an Menschenrechtssituation in China mit rassistischen Aussprüchen und kommerzieller Werbung gleich

Wien (OTS) - Scharfe Kritik am Österreichischen Olympischen
Komitee übt Brigid Weinzinger, Menschenrechtssprecherin der Grünen. ÖOC-Präsident Wallner setzt nämlich Kritik an der Menschenrechtssituation in China mit kommerzieller Werbung oder rassistischen Aussprüchen gleich. In seiner persönlichen Auslegung des Reglements versteigt sich Wallner gar dazu, dass allein die Beschäftigung mit der Menschenrechtssituation in China den SportlerInnen verboten sei. Wallner hat den Vorschlag der Grünen, den SportlerInnen Menschenrechtsworkshops anzubieten, mit Hinweis auf das Reglement abgeschmettert. "Das ist inhaltlich falsch, politisch feige und im Widerspruch zum olympischen Gedanken. Wallner soll die SportlerInnen nicht bevormunden und ihnen freistellen, Protestformen zu ergreifen, wie es die Deutschen längst beschlossen haben", so Weinzinger. Die deutschen SportlerInnen haben bereits beschlossen, aus Protest gegen die Menschenrechtsverletzungen in China bei den Olympischen Spielen in Peking blau-grüne Armbänder zu tragen.

"Es ist absurd, dass die VertreterInnen des Olympischen Komitees Olympische Spiele als völkerverbindendes und dem Frieden dienendes Ereignis anpreisen, gleichzeitig aber die Meinungsfreiheit der SportlerInnen beschnitten, die Thematisierung von Menschenrechen per Reglement aus politischen Gründen unterbunden wird sowie schon die Verwendung des Wortes Tibet im IOC verpönt ist

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