Sima zu UEFA EURO 2008TM: "Fußball und Umwelt - eine runde Sache"

MitarbeiterInnen der Stadt Wien als "12. Mann" bestens gerüstet

Wien (OTS) - Ein Fest für den Fußball und für die Umwelt wird die UEFA-Fussball-Europameisterschaft im Juni in Wien. "Wien hat sich bestens auf das Megaevent vorbereitet, es wird viele Maßnahmen im Bereich der Abfallvermeidung, beim Klimaschutz und bei der Forcierung der Öffis geben. Zudem sind die zuständigen Abteilungen für Ver- und Entsorgung bestens gerüstet. Die MitarbeiterInnen der Straßenreinigung, von Wien Kanal und Wiener Wasser sowie die Stadtgärtner werden der viel zitierte '12. Mann' während der EURO sein", so Umweltstadträtin Ulli Sima am Donnerstag in einem Pressegespräch in Wien.****

Umweltfreundliche Mehrwegbecher zur Reduktion der Abfallmengen

Um die Abfallmengen während der Europameisterschaft zu reduzieren, kommen in Wien umweltfreundliche Mehrwegbecher sowohl im Ernst-Happel-Stadion als auch in der Fan Zone Wien am Ring, an Public Viewing-Orten sowie im Fancamp im Prater zum Einsatz. Mit der Ottakringer Brauerei konnte darüber hinaus auch eine Kooperation zur Forcierung der Mehrwegbecher bei den Wirten umgesetzt werden. "Mehrwegbecher haben eine perfekte Ökobilanz, wie eine aktuelle Studie zeigt. Wien setzt bei Großevents schon lange auf Pfandbecher und bei der EURO werden diese einen enormen Beitrag zur Reduktion des Restmülls leisten", so Sima.

Untersucht wurden in der österreichisch-schweizerischen Studie die ökologischen Auswirkungen verschiedener Bechersysteme (Einweg und Mehrweg). Grundlagen der Studie bei Stückzahl, Umlaufzahlen und Transportdistanzen bildeten die Bedingungen im Rahmen der UEFA EURO 2008TM.

Die wichtigsten Resultate der Studie:

o Auch unter ungünstigsten Annahmen ist ein Mehrweg-System jeder Einweg-Lösung ökologisch deutlich überlegen. Selbst das beste Einwegszenario führt zu einer doppelt so hohen Umweltbelastung wie das ungünstigste Mehrweg-System. Wenn also ein Mehrweg System gewählt wird, ist diese Lösung mit Sicherheit die ökologisch beste. o Zudem wird das Littering-Problem durch den Einsatz von Mehrwegbechern wesentlich entschärft - wie durch jedes System, das mit einem Pfand einen Anreiz zur Rückgabe schafft. o Die Studie bestätigt die auch in anderen Untersuchungen gewonnene Erkenntnis, dass kompostierbare Einwegbecher aus nachwachsenden Rohstoffen (wie z. B. PLA-Becher) ökologisch nicht besser abschneiden als herkömmliche Einwegbecher aus PET. o Dasselbe gilt auch für Einwegbecher aus Belland-Kunststoff. Ihre Ökobilanz ist nicht besser als jene von Einwegbechern aus PET.

"Die Studie konnte somit die ökologische Frage eindeutig beantworten. Das hat inzwischen auch die UEFA erkannt und sich für Mehrwegbecher-Systeme in den EM-Stadien entschieden", so Sima.

300.000 EURO-Becher in der Fan Zone Wien, 480.000 in den Stadien

Die Mehrwegbecher werden von Cup Concept, einem österreichisch/deutschen Unternehmen mit Zentrale in Wien, produziert und gewaschen.

300.000 Stück EURO-Becher kommen in der Fan Zone Wien zum Einsatz. Für die Spiele werden von Cup Concept für fünf Stadien -alle vier österreichischen Host Cities und Zürich - 480.000 Stück Mehrwegbecher produziert, wovon 120.000 Becher pro Spiel im Wiener Ernst-Happel-Stadion verwendet werden.

Sämtliche Becher werden in der hochmodernen Waschanlage im 3. Bezirk gewaschen. Täglich laufen 200.000 Becher durch die Waschstraße, während der UEFA EURO 2008TM werden insgesamt 4,6 Millionen Becher gereinigt.

Neben der Müllvermeidung ist auch die getrennte Sammlung während des Großereignisses ein zentraler Punkt. Gemeinsam mit dem Event-Service der MA 48 wird erstmals die Machbarkeit einer getrennten Abfallsammlung im Besucherbereich bei einer einmonatigen Sport-Dauerveranstaltung, nämlich dem Fancamp der EURO 2008, umgesetzt.

Auch in der Fan Zone Wien werden alle Gastrostände mit kompostierbarem Einweggeschirr und einem Mülltrennsystem ausgestattet.

Klimaschutz im Stadion

Das Ernst-Happel-Stadion wurde im Mai 2007 als erstes der vier österreichischen EM-Austragungsstadien EMAS-zertifiziert (Umwelt-Management-Zertifikat). Eine Reduktion der CO2-Emissionen um 35 Prozent wird vor allem durch die Umstellung von Gas auf Fernwärme sowie die Errichtung der Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung auf dem Dach der Büroeinbauten des Sportamtes erreicht.

o Die Umwelterklärung finden sie unter: www.stadthalle.com/section/locations/id/4

Sauberkeit als große Herausforderung für die MA 48

Eine spezielle Herausforderung wird die Reinigung der Stadt an den Tagen der Fußball-Europameisterschaft werden. Die MA 48 ist mit ihren 3.500 MitarbeiterInnen, davon 1.200 in der Straßenreinigung, dafür bestens gerüstet. So werden in der Fan Zone Wien 80 Personen der Straßenreinigung 24 Stunden im Einsatz sein, außerhalb der Fan Zone Wien 47 Personen zusätzlich in den Dienst gestellt, zudem wird es zusätzlich Kapazitäten für notstandspolizeiliche Maßnahmen geben. Die Fan Zone Wien vom Rathaus- bis zum Heldenplatz ist der größte Brocken, den die 48er - gemeinsam mit den Wiener StadtgärtnerInnen -zu bewältigen haben werden: Die Reinigung der Fan Zone Wien beginnt um 2 Uhr früh und muss bis spätestens 9 Uhr abgeschlossen sein. Die Nachtschicht der 48er wird dafür auf 130 MitarbeiterInnen aufgestockt, bei Bedarf kann aber auch der Beginn der "normalen" Tagschicht für alle MitarbeiterInnen auf 3 Uhr früh vorverlegt werden. Trotz der zusätzlichen Aufgaben ist für die MA 48 klar: Auch der Rest von Wien, abseits von Stadion und Fan-Zone Wien, wird während der UEFA EURO 2008TM sauber sein - ganz so wie gewohnt.

MitarbeiterInnen der Stadt Wien als "12. Mann"

Die für Sauberkeit, Grünanlagen, Wasserversorgung und -entsorgung zuständigen Magistratsabteilungen haben sich für das Großevent gut vorbereitet. Zur inneren Motivation der MitarbeiterInnen aber auch zur Visualisierung der Tätigkeit nach Außen tragen die MitarbeiterInnen der MA 48, der Wiener Stadtgärten, von Wien Kanal und von Wiener Wasser spezielle EM-T-Shirts mit witzigen Sprüchen. So werden die Stadtgärtner mit dem Trikot der "Grünraumverteidiger" und die Kanalarbeiter als "Teamspüler" ins Match gehen. Die MitarbeiterInnen der Straßenreinigung tragen Shirts mit der Aufschrift "Wir fegen alle vom Platz" und beim Wiener Wasser heißt es während der EURO "Wir können jedem das Wasser reichen". "Die zuständigen Magistratsabteilungen werden der viel zitierte ,12. Mann´ sein und dafür sorgen, dass das Fußballfest ein gelungenes wird", so Sima.

Sauberes Vorspiel zur sauberen EURO

Die Mitarbeiter der 48er haben aber nicht nur als Sauberkeits-Profis ein Fix-Leiberl bei der EURO, sondern auch als reine Amateure auf dem Fußballfeld. Kommenden Donnerstag, 17. April 2008, treffen die Sauberkeits-Nationalteams Österreichs und der Schweiz - bestehend aus Straßenreinigern der EURO-Austragungsorte -um 15 Uhr in Zürich (Sportanlage Heuried) erstmals aufeinander. Gnadenlose Ausputzer und Mittelfeld-Staubsauger, aber auch filigrane Techniker werden dabei zeigen, dass sie nicht nur mit dem Besen, sondern auch mit dem Ball richtig aufgeigen können. Die Taktik der 48er-Kicker für das Hinspiel steht schon fest: Der Kasten muss sauber bleiben. Das Rückspiel findet dann am 8. Mai 2008 um 14 Uhr am Sportplatz des FC Stadlau (1220 Wien, Erzherzog-Karl-Straße 108) statt, wobei die ZuschauerInnen mit einem ordentlichen Offensiv-Spektakel des orangen österreichischen Nationalteams rechnen können.

"Lebende Fußbälle" und Blumendeko zur Einstimmung

Auch die MA 42 - Wiener Stadtgärten hat sich bestens auf das Fußballevent vorbereitet. Ab nun werden zur Einstimmung 240 Metallfußballer in den Grünflächen der Stadt aufgestellt, die Blumenbeete entsprechend bepflanzt. Auch gibt es in der Stadt spezielle Pflanzendekorationen mit EURO-Bezug - wie etwa die "lebenden" Fußbälle aus Buchsbäumen vor allem in der Nähe des Stadions. In den Parkanlagen der Fanzone wurden sämtliche Sicherheitsüberprüfungen der Bäume längst abgeschlossen.

Wiener Wasser für EURO-Fans

Zum ökologischen Durstlöschen für die Fans montieren die Wiener Wasserwerke zusätzlich zu den bestehenden eigens für Großveranstaltungen konzipierten Trinkwasserbrunnen in der Fanzone am Rathausplatz und an weiteren Hotspots wie Bahnhöfen. Zehn der rund drei Meter hohen direkt an Hydranten angeschlossenen Nirosta-Röhren versorgen die Durstigen während der UEFA EURO 2008TM mit Hochquellwasser bester Qualität. Für Erfrischung sorgt das Wiener Wasser aber nicht nur in der Kehle, die neuen Brunnen sind auch mit Düsen ausgestattet, die einen feinen Sprühregen über überhitzte Fans niedergehen lassen. Für die Feuerwehr sind die als Brunnen genutzten Hydranten weiterhin nutzbar, die Brunnengehäuse werden auch nach der UEFA EURO 2008TM bei weiteren Großveranstaltungen zum Einsatz kommen.

Sonderedition des Weinguts Wien Cobenzl - Freundschaftsspiel mit der Meisterklasse Attersee

Auch am Weingut der Stadt Wien geht das Fußballevent nicht spurlos vorüber. So haben Prof. Christian Ludwig Attersee und seine StudentInnen der Meisterklasse Attersee an der Wiener Universität für Angewandte Kunst spezielle Weinetiketten für Weinflaschen vom Weingut Wien Cobenzl gestaltet. Sechs Sujets wurden ausgewählt, die nun die limitierte "Meisterklasse Attersee"-Edition zieren. (Schluss) vor/wög

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Mag. Karl Wögerer
Büro der Umweltstadträtin
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E-Mail: karl.woegerer@wien.gv.at

Mag.(FH) Anja Richter
Wiener Organisationskomitee EURO 2008
Pressesprecherin
Postfach 2008
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E-Mail: richter@euro2008.wien.at

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Mag. Anita Voraberger
Büro der Umweltstadträtin
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