WKÖ begrüßt den zweiten Bericht der Schulexpertenkommission

Leitl: Großteil der Vorschläge deckt sich mit den Forderungen der Wirtschaft und dem gemeinsamen Sozialpartnerpapier "Chance Bildung"

Wien (PWK257) - "Der jetzt vorliegende zweite Bericht der Schulexpertenkommission deckt sich in weiten Teilen mit den Vorschlägen der Sozialpartner aus unserem Bad Ischler Sozialpartnerpapier ‚Chance Bildung’ zur Reform des Ausbildungswesens in Österreich", sagt WKÖ-Präsident Christoph Leitl. Die Expertenkommission hat im zweiten Bericht mehrere zentrale Handlungsfelder skizziert. Darunter fallen etwa frühe Förderung, lebenslanges Lernen, höhere Qualität und Effizienz des Bildungsangebots. Leitl: "Das sind Punkte, die wir als Wirtschaftsvertreter schon lange einfordern und für ein modernes, wettbewerbsfähiges Schulsystem unerlässlich sind."

Leitl wies wiederholt darauf hin, dass eine weitere Voraussetzung für eine zukunftsweisende Schulpolitik eine ehrliche und größtmögliche Schulautonomie in personeller und finanzieller Hinsicht sei. Weitere Diskussionspunkte für nötige Reformschritte sind eine Professionalisierung der Lehrerausbildung - nur die Besten sollen zum Studium zugelassen werden - und die pädagogischen Hochschulen müssen im Sinne des Bologna-Prozesses auch sinnvoll mit den Universitäten kooperieren. "Ein möglicher Lösungsansatz ist die Modularisierung der Lehrerausbildung mit Modulen auf der Pädagogischen Hochschule und mit Modulen auf der Universität", so Leitl.

Die WKÖ begrüßt auch die Errichtung einer schlanken Verwaltungsstruktur des österreichischen Schulsystems. Leitl: "Wir benötigen die Mittel vor Ort, sprich in der Schule für die Förderung der Schwachen und Forderung der Starken." Die von Unterrichtsministerin Claudia Schmied vorgelegten Schulreformpläne seien daher grundsätzlich der richtige Ansatz zur Verbesserung des Schulwesens in Österreich. Insbesondere die Ausstattung der Schulen mit mehr Souveränität und Verantwortung entspreche exakt den Forderungen der Sozialpartner, die Schulautonomie als wesentlichen Bestandteil der Schulreform einforderten. "Bildung ist eine der wichtigsten Säulen der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschafts- und Arbeitsstandorts Österreich, daher müssen auch die bestmöglichen Bedingungen für ein zukunftsorientiertes Bildungswesen geschaffen werden", so Leitl abschließend. (BS)

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