Industrie begrüßt EU-Reformvertrag als "wichtigen Baustein" Europas

IV-Präsident und BUSINESSEUROPE-Vizepräsident Sorger: EU muss regierbar und global wettbewerbsfähig bleiben - Österreich hat von EU-Mitgliedschaft "enorm profitiert"

Wien (OTS) - (PdI) Als "wichtigen Baustein zum weiteren Zusammenwachsen Europas" bezeichnete der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) und Vizepräsident des europäischen Industrie- und Arbeitgeberdachverbandes BUSINESSEUROPE, Dr. Veit Sorger, heute, Mittwoch, den EU-Reformvertrag. Anlässlich der Ratifizierung des Vertrages im österreichischen Nationalrat betonte der IV-Präsident, der EU-Vertrag werde zweifellos zu einer Stärkung der EU-Institutionen und zu effizienteren Abstimmungsmechanismen führen. "Das ist gut für die Position Europas und damit Österreichs in der Welt", so Sorger. Unser Land habe durch die EU-Mitgliedschaft seit 1995 "enorm profitiert" und sei einer der Hauptgewinner der jüngsten EU-Erweiterungen. Die heimische Industrie habe als eine der ersten die Möglichkeiten Europas erkannt und sich vor allem auf den Märkten Zentral- und Ost- sowie Südosteuropas "hervorragend etabliert".

"Die EU muss regierbar und vor allem global wettbewerbsfähig bleiben", sagte der IV-Präsident. "Gerade Europa ist - richtig gemacht - eine Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung. Dazu gehört, sich im Zeitalter der Globalisierung und nach der Erweiterung auf 27 Mitgliedstaaten neue Rahmenbedingungen zu verordnen. Der Status quo würde mittelfristig zur Lähmung der EU führen", unterstrich Sorger. Daher unterstütze die Industrie die Zielbestimmungen des Vertrages, einen für zweieinhalb Jahre gewählten EU-Präsident sowie die vorgesehene Ausdehnung der Abstimmung mit qualifizierter Mehrheit zur Vermeidung der Veto-Blockade durch einzelne Mitgliedstaaten. Auch sei die Etablierung einer starken und verkleinerten Kommission und eine "Stimme der EU nach außen" zu begrüßen.

Aus Sicht der Industrie sei klar, "Europa ist nicht das Problem, sondern ist wesentlicher Teil der Lösung". Ein wettbewerbsfähiges, dynamisches und geeintes Europa, das fähig ist, global in den entscheidenden Fragen mit einer Stimme zu sprechen und sich nicht abschottet, sei am ehesten geeignet, das europäische Wirtschafts- und Sozialmodell im Zeitalter der Globalisierung zu erhalten.

"Die Krise um die EU-Verfassung war auch ein eindringlicher Weck-und Alarmruf. Sie hat gezeigt, dass in den vergangenen Jahren in der Vermittlung der europäischen Grundidee einiges nicht optimal gelaufen ist. Sorger plädierte nachdrücklich für "politischen Mut, Leadership und europäische Vision", um den gemeinsamen Erfolgsweg des Kontinents weiter zu gehen. Dabei brauche die Politik die Unterstützung und das Mandat der Bevölkerung, um den großen europäischen und globalen Herausforderungen richtig begegnen und Ängste nehmen zu können.

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