Wiener Patientenanwalt: 100 Millionen für Fingerprints?

Geld lieber in die Gesundheitsversorgung als in die Fingerprints stecken!

Wien (OTS) - Angesichts der Diskussion um die Gesundheitsreform
und der gleichzeitig öffentlich geführten Debatte, ob Fingerabdrücke auf die E-Card kommen sollen, lässt der Wiener PatientInnenanwalt Konrad Brustbauer mit einer Idee aufhorchen: "Wenn offenbar mehr als 100 Millionen für Fingerprints auf der E-Card vorhanden sind, dann halte ich es für besser, dieses Geld direkt in die Gesundheitsversorgung zu investieren."

Keineswegs gehe es darum, damit eine Reform des Gesundheitswesens abzuwenden, stellt Brustbauer klar, denn letztlich sei es im Interesse der PatientInnen, dass die Krankenkassen und das gesamte Gesundheitswesen auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden. Dazu reiche eine einmalige Geldinvestition, selbst in dieser Höhe, sicher nicht aus, sondern müssen wohl nachhaltigere Maßnahmen ergriffen werden. "100 Millionen sind aber in notwendigen medizinischen Geräten und Behandlungen für die PatientInnen sicher besser investiert als für einen Fingerabdruck auf der E-Card", ist sich Brustbauer sicher.

Außerdem gibt es in den meisten Fällen andere und problemlosere Methoden zur Sicherstellung der Identität des vom Arzt behandelten Patienten, der ihm nicht ohnehin als Hausarzt bekannt ist.

"Ich bleibe bei meinem Standpunkt: Fingerprints sind auf der E-Card unangebracht", schließt Brustbauer erfreut darüber, dass die Stimmen gegen die Fingerprints immer lauter werden und sich dagegen inzwischen breiter Widerstand formiert. (Schluss) neu

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