Vana/Grüne: Frauenhäuser sind wichtige Schutzeinrichtungen für Frauen mit Gewalterfahrung

Vana: Gewaltschutzeinrichtungen müssen niederschwellig, autonom und finanziell abgesichert sein

Wien (OTS) - Anlässlich des 30jährigen Bestehens der Wiener Frauenhäuser unterstreicht Monika Vana, Stadträtin der Wiener Grünen, die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Zufluchtsorten für von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder. Schätzungen zu Folge ist eine von fünf Frauen von Gewalt durch einen männlichen Verwandeten, Freund oder Bekannten betroffen. 90 Prozent aller Gewalttaten werden im Familienumfeld ausgeübt. Trotz steigender Inanspruchnahme von Hilfseinrichtungen ist die Dunkelziffer weiter hoch. Vana: "Gewalt gegen Frauen stellt eine grundlegende Verletzung der Menschenrechte und Menschwürde dar. Das Bewusstsein dafür muss weiter geschärft werden und die Erfahrung von Gewalt, insbesondere von familiärere Gewalt muss weiter enttabuisiert werden. Jede Frau soll wissen, dass es Auswege aus der Gewalt gibt. Frauenhäuser sind ein sicherer Ort, wo Frauen mit Gewalterfahrung Unterstützung bekommen."

Vana weist darauf hin, dass es der Verdienst der Frauenbewegung war, aufzuzeigen, dass Gewalt von Männern gegen Frauen keine private Angelegenheit ist, sondern aus den gesellschaftlichen Verhältnissen resultiert. "Es gehört zu den Aufgaben der öffentlichen Hand, Frauenhäuser und Opferschutzeinrichtungen zu finanzieren", so Vana. Monika Vana kritisiert, dass es für die finanzielle Absicherung von Gewaltschutzeinrichtungen immer noch keine gesetzliche Basis gibt. "Anbetracht des Fortbestehens gesellschaftlicher Benachteiligung von Frauen und Gewalt gegen Frauen braucht es auch in Zukunft verstärkt Einrichtungen von Frauen für Frauen. Diese müssen niederschwellig, autonom und langfristig abgesichert sein", so Vana abschließend.

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