Prammer: "Frauenförderung braucht mehr Detailarbeit"

Prammer betont Bedeutung von "Gender-Budgeting"

Wien (SK) - "Frauenförderung braucht mehr Detailarbeit. Es ist notwendig, Frauen in den mittleren Ebenen zu fördern, um auf Dauer eine höhere Frauenquote in Führungsebenen zu erreichen", betonte Nationalratspräsidentin Barbara Prammer im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema "Feministische Bildung, Kultur und Politik" die am Dienstag anlässlich der Buchpräsentation des Sammelbandes "Frauen und Politik - Nachrichten aus Demokratie" stattfand. ****

"Wir brauchen Frauen, die sich der Frauenproblematik bewusst sind. Ich muss leider immer wieder feststellen, dass Frausein kein Programm ist", so die Nationalratspräsidentin und kritisierte damit Frauen aus Politik und Wirtschaft "denen es egal ist, ob sie in ihren Entscheidungen Frauen fördern". Die SPÖ habe immer darauf gedrängt, mehr Frauen in die Politik zu bringen, und inzwischen seien zum Beispiel drei von sieben Dienstleitern in der Parlamentsdirektion weiblich.

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum betonte Prammer, wie wichtig ihr die frauengerechte Aufteilung des Budgets sei. Im neuen Bundeshaushaltsrecht sei verankert worden, dass das Doppelbudget für 2009/10 zum ersten Mal gegendert sein müsse. "Gender-Bugetting ist ein unglaublich wertvolles Instrument, das noch weiter ausgebaut und entwickelt werden muss", so die Nationalratspräsidentin.

Prammer forderte mehr Minderheitenrechte und Kontrollrechte im Parlament. Dadurch würde die Transparenz in der Politik steigen und dies sei die einzige Chance, damit die Demokratie ihre Glaubwürdigkeit bewahren könne. Die Nationalratspräsidentin erinnerte daran wie wichtig es sei bereits Kinder und Jugendliche für Politik und Demokratie zu interessieren, damit sie zu kritikfähigen Menschen heranwachsen können. Aus diesem Grunde gebe es seit Oktober des Vorjahres die "Demokratiewerkstatt" im Parlament. Dort können "Kinder von acht bis 15 Jahren an sechs Tagen die Woche Politik im spielerischen Umgang verstehen lernen", so Prammer.

Zur sozialen Situation in Österreich betonte die Nationalratspräsidentin, dass "die aktuelle Politik zeige, dass man gegensteuern könne". Mit der Sozialversicherung für atypische Beschäftigungsverhältnisse sei "ein Meilenstein gelungen", und die ausbezahlten Überstundenzuschläge für Teilzeitbeschäftigte "sind besonders für Frauen ein sehr großer Schritt", so Prammer abschließend. (Schluss) sv

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