Kapazitätsengpässe in Industriebetrieben durch fehlende Fachkräfte

Trendbarometer Industriebetriebe 2008 im Auftrag von Festo

Wien (OTS) - Der Trendbarometer Industriebetriebe 2008 belegt: 9 von 10 Unternehmen haben regelmäßig Kapazitätsengpässe durch fehlendes Fachpersonal. Die Engpässe werden großteils durch Überstunden der Belegschaft kompensiert. Dem Mangel an TechnikerInnen will laut Umfrage mehr als die Hälfte der Betriebe durch Aus- und Weiterbildung entgegenwirken. Einsparungspotenziale zur Effizienzsteigerung sehen Österreichs Industriebetriebe vor allem im Einsatz neuer Technologien und in der Erhöhung der Produktionseinheiten.

Der TechnikerInnenmangel in Österreich ist für viele Industriebetriebe bereits deutlich spürbar. Dies ergab das soeben veröffentlichte Trendbarometer Industriebetriebe 2008. Die Studie wurde - wie erstmals 2006 - im Auftrag von Festo, Marktführer in der Automation mit Pneumatik, vom Österreichischen Gallup Institut durchgeführt. Im Rahmen des Updates 2008 wurden erneut über 200 Industriebetriebe in Österreich befragt.

TechnikerInnenmangel: Ernsthaftes Problem für Unternehmen

Mehr als die Hälfte der Befragten gehen davon aus, dass der TechnikerInnenmangel mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Problem für ihr Unternehmen wird - mehr als ein Drittel der Industrieunternehmen sagen sogar, dass er sicher zum Problem wird. Bereits 60 % der Industriebetriebe geben an, dass ihnen zur Zeit bzw. demnächst bis zu 10 Fachkräfte fehlen. 89 % der Unternehmen hatten aufgrund des Personalmangels auch schon Kapazitätsengpässe.

76 % der Industriebetriebe begegnen diesen Engpässen mit Überstunden ihrer MitarbeiterInnen, nur etwas mehr als die Hälfte mit Leiharbeitskräften, erst ein Viertel mit der Vorfertigung von Baugruppen und immerhin 4 % lehnen Aufträge aufgrund von Personalengpässen ab.

Den TechnikerInnenmangel in Österreich wollen 63 % der befragten Industrie-betriebe vor allem durch Aus- und Weiterbildung ihrer Belegschaft beheben. Externe Lösungen liegen mit 21 % an abgeschlagener zweiter Stelle der Überlegungen. Ebenfalls 21 % der Befragten gaben an, nicht zu wissen, durch welche Maßnahmen sie das Fehlen von technischem Fachpersonal beheben können.

Gefragt: Soziale Kompetenzen bei TechnikerInnen

Die Budgets für Aus- und Weiterbildung werden laut Studie jedenfalls bei 68 % der Industrieunternehmen steigen, bei 30 % zumindest gleich bleiben.

Unverändert gefragt ist die fachliche Aus- und Weiterbildung; großes Augenmerk legen immer mehr Betriebe auf die Weiterentwicklung von sozialen Kompetenzen bei TechnikerInnen. 86 % der Befragten sehen in diesen Fähigkeiten eine hohe Bedeutung für den betrieblichen Erfolg.

Ing. Wolfgang Keiner, Geschäftsführer Festo Österreich: "Das Ergebnis des Trendbarometers zeigt - geht es um die Behebung des TechnikerInnenmangels - Ratlosigkeit bei den Betrieben. Kapazitätsengpässe werden in erster Linie durch Überstunden ausgeglichen - für nachhaltige Schulungen der MitarbeiterInnen bleibt dann, wie die Praxis zeigt, nur mehr wenig Zeit. Klar zu erkennen ist, dass technische Seminare, die auch soziale Kompetenzen vermitteln, immer stärker nachgefragt werden. Das zeigt sich beispielsweise besonders deutlich bei den MitarbeiterInnen der Berufsgruppe "Instandhaltung". Für sie gilt es, nicht nur Fehler zu erkennen, sondern sie vor allem richtig zu kommunizieren - eine Fähigkeit, die aktiv zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit beiträgt."

Mehr Effizienz durch neue Technologien

Das größte Einsparungspotenzial - und damit verbunden die höchsten Effizienzsteigerungsmöglichkeiten - sehen die Industriebetriebe mit 57 % im Einsatz neuer Technologien. Diese Einschätzung hat sich in den letzten zwei Jahren kaum geändert (2006: 59 %). An zweiter Stelle der Einsparungspotenziale liegt mit 41 % die Erhöhung der Produktionseinheiten (2006: 33 %). 14 % der befragten Betriebe sehen Einsparungspotential beim Personal - 2006 waren es noch 20 %.

Effizienzsteigerer Nr. 1: Automation

Von weit mehr als der Hälfte der Befragten wird Automatisierung als Top-Technologie zur Effizienzsteigerung gesehen. Mit deutlichem Abstand folgt die Kommunikationstechnologie. Bereits 13 % sehen Effizienzsteigerungspotenzial in der erstmals im Trendbarometer 2008 abgefragten Werkstofftechnologie - damit rangiert der Newcomer bereits am dritten Platz. Schlusslicht beim Thema Effizienzsteigerung bildet, wie schon 2006, die Nano-Technologie und die neu abgefragte Bio-Technologie.

Chance: vorgefertigte Systeme

Ebenfalls 2008 erstmals erhoben wurde der Bedarf an vorgefertigten Komponenten im Produktionsprozess; 43 % der Industrieunternehmen sehen Bedarf - 15 % schätzen ihn sogar als sehr hoch ein.

Ing. Wolfgang Keiner: "Wir sehen in der Auslagerung der Fertigung von Teilsystemen große Chancen für Unternehmen. Solche funktionsgeprüften und mit Dokumentation gelieferten Einheiten helfen Kunden beim Sparen: in der Konstruktion, beim Maschinenbau, in der Inbetriebnahme und in der Logistik. Auch Kapazitätsengpässe lassen sich so wirkungsvoll abfedern. Ist Flexibilität gefragt, gilt:
Gemeinsam projektieren statt einsam Aufträge verlieren!"

www.festo.at - Festo - das Unternehmen

Festo Österreich ist Marktführer in der Automation mit Pneumatik und Elektrik sowie der technischen Aus- und Weiterbildung. Das Unternehmen, das in Österreich 100 Mitarbeiter beschäftigt, bildet mit eigenständigen Tochtergesellschaften und Niederlassungen die Drehscheibe für alle mittel- und osteuropäischen Konzernaktivitäten. Mit 25.000 Katalogprodukten in einigen hunderttausend Varianten und kundenspezifischen Lösungen ist Festo der Partner für die Industrie-und Prozessautomation. Der Erfinder der Ventilinsel setzt mit 2800 Patenten auf weltweite Forschung und Entwicklung: Festo investiert 7,4% seines jährlichen Umsatzes (1,5 Mrd. Euro) in die Entwicklung praxisorientierter Innovationen. Ergebnis dieser Forschungstätigkeit ist beispielsweise das industrielle Highspeed-Kompaktkamerasystem, das im Tec Wien, der österreichischen Forschungseinheit entwickelt wurde. Corporate Educational Responsibility: Das unabhängige Familienunternehmen kommt seiner gesellschaftlichen Verantwortung im Bildungsbereich durch Projekte wie dem Bildungsfonds oder der Vergabe von Exprimentierboxen an Schulen aktiv nach.

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