Krankenkassen stehen hinter dem Reformpapier von ÖGB und WKÖ

Trägerkonferenz im Hauptverband fasst einstimmigen Beschluss

Wien (OTS) - Die Trägerkonferenz des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger hat, heute Dienstag, das gestern von den beiden Sozialpartnern ÖGB und Wirtschaftskammer der Öffentlichkeit vorgestellte Reformpapier "Zukunftssicherung für die soziale Krankenversicherung" einstimmig beschlossen. "Damit wurde das Reformkonzept der Sozialpartner" so der Vorsitzende der Trägerkonferenz, Franz Bittner, "von allen anwesenden Obmännern der Sozialversicherungsträger einstimmig als Grundlage für die bevorstehenden Verhandlungen mit der Bundesregierung angenommen". Persönlich anwesend waren dabei auch die beiden Sozialpartner-Präsidenten - Rudolf Hundstorfer vom ÖGB sowie Christoph Leitl von der österreichischen Wirtschaftskammer -, die beide an die Kraft der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung appellierten. Leitl: "Die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung steht miteinander für Erfolg oder Misserfolg. Ohne ihre Zustimmung zu diesen Reformmaßnahmen wird es keinen Erfolg geben". Und ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer erinnerte die anwesenden Obmänner der betroffenen Krankenkassen daran, "dass der ÖGB vor allem deshalb seine Zustimmung gegeben hat, weil es für die betroffenen Versicherten (Patienten) weder eine Erhöhung von Selbstbehalten noch eine Erhöhung der Beiträge geben wird".
Bekanntlich verzeichneten die Krankenversicherungen im Jahr 2007 einen saldierten Gebarungsabgang von 354,8 Millionen Euro, die Gebietskrankenkassen sogar einen Abgang in Höhe von 428,9 Millionen Euro. Angesichts der besorgniserregenden Finanzsituation fanden zu Jahresende 2007 Gespräche mit den Spitzen der Bundesregierung statt, bei denen die Sozialpartner aufgefordert wurden, ein Reformpapier zur Zukunftssicherung der sozialen Krankenversicherung vorzulegen. Dieses Papier liegt nun als Verhandlungsgrundlage vor.

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