Bilanz 2007: AK-Kärnten erspart Konsumenten 1,7 Millionen Euro

Immer mehr Tricks im Internet - AK ist Preiswächter bei EURO 2008

Kärnten (OTS) - Fast 1,7 Millionen Euro ersparten sich Kärntens Konsumenten im Jahr 2007 durch die Tätigkeit des Konsumentenschutzes der Arbeiterkammer. Über 38.000 Beratungen, das sind um rund 30 Prozent mehr als 2004, haben die Konsumentenschützer durchgeführt. Besonders signifikant: Immer mehr Kärntner tappen in Internetfallen und werden Opfer unseriöser Geschäftemacher im Web.

"Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten ist die erste Anlaufstelle im Land, wenn es um Probleme von Verbrauchern geht", verweist AK-Präsident Günther Goach auf das kostenlose Service der AK für alle Kärntner Bürger, unabhängig davon, ob sie Mitglieder der AK sind oder nicht.

"Die hohe Zahl von Ratsuchenden ist ein Zeichen, dass Konsumenten immer öfter über den Tisch gezogen werden", betont die Leiterin des AK-Konsumentenschutzes, Dr. Josefine Traunik. Konsumenten sind durch die Vielfalt der Produkte und durch aggressives Marketing der Firmen zunehmend überfordert. Gleichzeitig wird es für Konsumenten immer schwieriger, ihr Recht durchzusetzen.

"Die lange Liste unseriöser Angebote und übler Geschäftemacher macht einen starken Verbraucherschutz unentbehrlich. Professionelle Unterstützung finden Konsumenten bei der Arbeiterkammer. Wir schauen darauf, dass die Menschen nicht nur zu ihrem Recht, sondern auch zu ihrem Geld kommen!", sagt Goach.

Die meisten der über 38.000 Beratungen erfolgten aufgrund schlechter Erfahrungen der Kärntner mit Anbietern im Internet, gefolgt von Problemen im Mietrecht und Beschwerden über problematische Telekommunikationsgeschäfte. Weitere Anfragen bezogen sich auf klassische Konsumententhemen wie Kaufverträge, Garantie und Gewährleistung, Versicherungsabschlüsse, Geld- und Kreditgeschäfte, Reisen, vermeintliche Gewinnspiele und Werbeveranstaltungen.

"Waren die Beschwerden von Konsumenten vor einigen Jahren noch beim Einkaufen und bei Problemen mit Dienstleistungen angesiedelt, verzeichneten wir 2007 bei Online-Geschäften einen massiven Anstieg der Probleme", betont Traunik und verweist darauf, dass zu den Opfern unseriöser Internetangebote alle Alters- und Berufsgruppen zählen.

"Noch immer beachten Konsumenten nicht, dass oft schon ein Mausklick zu einem Vertrag führen kann", warnt Traunik. Vermeintlich kostenlose Dienste wie Lebensprognosen, Führerscheintests oder Ahnenforschung entpuppen sich als teure Verträge, die in Rechnung gestellt werden.

Eine massive Zunahme der Beschwerden verzeichnete der Konsumentenschutz auch über Fest- und Handynetzbetreiber. 13 Prozent aller Anfragen hatten aggressive Werbemethoden, überhöhte Telefonabrechnungen, Kostenfallen im Ausland, unübersichtliche Tarife oder nicht erreichbare Kundenservices zum Inhalt.

Auch im Internet registrierte die Arbeiterkammer Kärnten im Vorjahr hohe Zugriffe bei Verbraucherthemen. Insgesamt haben Konsumenten fast 500.000 Seiten aufgerufen. An erster Stelle standen Informationen über Heiz- und Energiekosten, gefolgt von Fragen zum Miet- und Wohnrecht.

AK-Präsident Günther Goach kündigte an, dass die AK vor, während und nach der EURO 2008 die Preise im Lebensmittelhandel und in der Gastronomie streng kontrollieren und schwarze Schafe öffentlich an den Pranger stellen werde.

"Unser Ziel ist es, als Preiswächter ungerechtfertigte Preistreiberei aufzuzeigen und damit zu unterbinden. Weiters werden wir analysieren, ob Preiserhöhungen, die eindeutig im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft erfolgt sind, auch im Herbst noch beibehalten werden", betont Goach.

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