E-Card - Gartlehner: Fingerabdrucktechnik unausgereift und fehleranfällig

Ältere Menschen und Handwerker werden nicht erkannt

Wien (OTS) - "Als unnötige Kostenfalle" bezeichnete SPÖ-Technologiesprecher Kurt Gartlehner die Idee der Gesundheitsministerin, auf der E-Card den Fingerabdruck des Besitzers zu speichern. "Die Fingerabdrucktechnik ist unausgereift und fehleranfällig", stellt Gartlehner fest. Vor allem zwei Fehlerquellen sind für den Abgeordneten unübersehbar: "Einerseits werden richtige Personen nicht erkannt, andererseits können Fingerabdrücke mit einfachen Mitteln gefälscht und die Sensoren getäuscht werden." Besonders bei älteren Menschen und Personen, die viel mit ihren Händen arbeiten, sind die Fingerabdrücke nicht ausreichend ausgeprägt, um eine sichere Erkennung zu gewährleisten. "Das trifft", so Gartlehner, "genau die Hauptgruppen, die von der E-Card häufig Gebrauch machen. Ältere Menschen und HandwerkerInnen sollen nicht bei jedem zweiten Arztbesuch erschrecken müssen, weil in der Ordination die Alarmglocken schrillen, sobald sie ihren Finger auf den Sensor legen." ****

Auch die Fälschungssicherheit ist nicht ausreichend. Die derzeitigen Systeme gehen davon aus, dass nur der "Besitzer" des Abdrucks diesen auch abgeben kann. Dass das nicht stimmt, zeigt die letzte Aktion des deutschen Hackervereins "Chaos Computer Club", der den Fingerabdruck des deutschen Innenministers Schäuble zusammen mit einer Kopieranleitung veröffentlichte. Gartlehner: "Wenn einmal hundert Abdrücke Kdolskys im Umlauf sind, wird die Ministerin vielleicht umdenken, aber dann ist es zu spät." Für den Abgeordneten sind die Forderungen klar. "Foto, Adresse und die digitale Signatur reichen für eine zukunftssichere Verwendung als BürgerInnenkarte", so Garlehner, "alles andere ist nur sinnloses Datensammeln". (Schluss) ps/mm

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