Hofer fordert audiopädagogische Förderung für hörbehinderte Kinder

FPÖ: Soziale Integration Hörbehinderter vorantreiben

Wien (OTS) - In Österreich leben rund 1,5 Millionen schwerhörige Menschen. Jeder fünfte Österreicher über 14 ist schwerhörig. Für diese große Gruppe gibt es von der öffentlichen Hand allerdings nur eine unzureichende Förderung von Maßnahmen der sozialen Integration. FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer will hier ansetzen und für hörbehinderte Kinder eine individuelle audiopädagogische Förderung sicherstellen.

Hofer: "Es zeigt sich, dass hörbehinderte Kinder bei rechtzeitiger Förderung bessere Chancen haben, im Berufs- und Privatleben erfolgreich zu bestehen. Dennoch ist die Audiopädagogik nach wie vor eine von den österreichischen Sozialversicherungsträgern und Förderstellen nicht anerkannte Disziplin. Wir wollen, dass hörbehinderten Kindern durch präventionsorientierte Förder- und Bildungsmaßnahmen eine bestmögliche Gesamtentwicklung ermöglicht wird."

Ziel müsse es sein, so früh als möglich mit einer präventionsorientierten Förderung zu beginnen, damit die Hör- und Sprechfähigkeit rechtzeitig in Gang gesetzt werden. Denn dank moderner Technologien sei es heute nämlich in den meisten Fällen möglich, eine funktionale Hörfähigkeit zu entwickeln. Eine frühe Förderung sei weiters vor allem deshalb notwendig, da auch die kognitive Entwicklung eines Kindes stark von der Hör- und Sprachentwicklung abhänge.

"Durch eine audiopädagogische Förderung könnte sichergestellt werden, dass sich auch hörbeeinträchtigte Kinder im Rahmen ihrer Möglichkeiten optimal entwickeln können. Dass bei Vorliegen einer Hörbeeinträchtigung außerdem die Gefahr besteht, dass es bei der motorischen Entwicklung eines Kindes zu Defiziten kommt, ist ein weiterer Grund für eine frühe Förderung. Der Staat hat hier für eine bestmögliche Integration in die Gesellschaft zu sorgen", erklärt Hofer weiter.

Die Freiheitlichen fordern daher eine Unterstützung der audiopädagogischen Förderung für hörbehinderte Kinder durch die öffentliche Hand. Zudem müsse Eltern hörbehinderter Kinder eine entsprechende Beratung zur Seite gestellt werden. Hofer wird einen diesbezüglichen Antrag im Parlament einbringen.

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