UG-Novelle: ÖH fordert Kehrtwende

Senatsstärkung, gemeinsame Kurie der Lehrenden, keine weiteren Zugangsbeschränkungen

Wien (OTS) - Nach den gestern prognostizierten
Verhandlungserfolgen von SPÖ-Wissenschaftssprecher Broukal fordert die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) die tatsächliche Durchsetzung grundlegender Änderungen im Zuge der UG-Novellierung:
"Hier muss das Augenmerk auf der Rolle des Senats liegen. Dies betrifft sowohl seine interne Zusammensetzung als auch seine Kompetenzen im Verhältnis zum Rektorat und Unirat. Entgegen der Absicht von Wissenschaftsminister Hahn ist eine Aufwertung des Senats notwendig", weist Lisa Schindler (ÖH-Vorsitzteam) auf die Lücke zwischen der Forderung des Ministeriums und der SPÖ hin und weiter:
"Die Implementierung einer gemeinsamen Kurie aller Hochschullehrenden soll zudem das bisherige Kastensystem mit ProfessorInnen und Mittelbau ablösen."

"Ein freier Übergang von Bachelor- auf Master- bzw. Doktorat/PhD-Studien muss erhalten bleiben. Die propagierte Wende in der Bildungspolitik ist mit einer weiteren Beschränkung des Studienzugangs nicht in Einklang zu bringen. Das novellierte Universitätsgesetz muss dies klar zum Ausdruck bringen und die Erhöhung der AkademikerInnenquote mit möglichst hohem Abschluss zum Ziel haben", fordert Verena Czaby (ÖH-Vorsitzteam) und unterstützt Rektor Badelt in seiner Forderung, "dass dies nicht ohne die deutliche Erhöhung des Uni-Budgets bewerkstelligt werden kann, was bereits in einem Entschließungsantrag des Nationalrates beschlossen wurde. Andernfalls kann eine weitere Verschlechterung der Hochschulbildung nicht verhindert werden."

ÖH-Unterstützung findet die Forderung von Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald (Grüne), die RektorInnen wieder durch eine Universitätsversammlung zu wählen, welche alle universitären Gruppen umfasst. "Dem Rat als universitätsexternem und von der Regierung mitbesetztem Gremium mehr Rechte bei der Bestellung der RektorInnen zu übertragen ist, im Licht der bereits existierenden umfassenden Kompetenzen, nicht sinnvoll. Der politische Einfluss auf scheinbar autonome Universitäten bliebe so gewahrt und muss verhindert werden", insistiert Hartwig Brandl (ÖH-Vorsitzteam) abschließend auf die Autonomie der Hochschulen sowie die Abschaffung des Rates und fordert zumindest eine Beschränkung auf beratende und kontrollierende Funktionen.

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