Sima: Auftakt zu "Wien räumt auf! Mach mit!"

Mehr als 8.000 Anmeldungen beim großen Wiener Frühjahrsputzes vom 8. bis 17. April - Mitputzen und gewinnen!

Wien (OTS) - Am Wiener Gürtel zwischen Ottakring und der
Josefstadt startete am Dienstag die dritte Auflage des großen Wiener Frühjahrsputzes "Wien räumt auf! Mach mit!". Dabei griffen Politiker, allen voran Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima und die Bezirksvorsteher Mag. Thomas Blimlinger (Neubau), Franz Prokop (Ottakring), Heribert Rahdjian (Josefstadt) und Gerhard Zatlokal (Rudolfsheim-Fünfhaus), selbst zu Besen und Mistsack. Unterstützt wurden sie dabei von vielen Bezirksräten, aber auch von Wiener Linien-Geschäftsführer Dr. Michael Lichtenegger. "Das Bewusstsein für eine saubere Stadt bei der Bevölkerung zu wecken und zu erhalten ist neben einem ständig erweiterten Angebot seitens der Stadt und den entsprechenden Kontrollen ein wesentlicher Bestandteil unseres Sauberkeitskonzeptes. Bei 'Wien räumt auf!' kann jeder selbst aktiv werden und einen Beitrag zu einem sauberen Wien leisten", erklärte die Umweltstadträtin: "Dabei geht es nicht darum, dass die Bevölkerung die Arbeit der zuständigen Abteilungen übernimmt: Vergleichbare Aktionen in deutschen Großstädten zeigen, dass mittelfristig weniger Mist im öffentlichen Raum herum liegt. Und das ist unser Ziel auch für Wien, das wir gemeinsam mit den WienerInnen erreichen wollen." Mehr als 8.000 Freiwillige haben heuer bereits ihre Teilnahme bei "Wien räumt auf! Mach mit!" angekündigt. Federführend bei der Aktion ist die MA 48, die von zahlreichen städtischen Abteilungen (Wiener Stadtgärten, Bürgerdienst, u.v.a.) unterstützt wird. Mit dabei bei "Wien räumt auf! Mach mit!" sind aber auch die Wiener Wohnen Hausbetreuungsges.m.b.H, die ÖBB und die Wiener Linien. Und die Firma Ströck stellt für die zahlreichen Schulinitiativen gratis frisches Gebäck zur Verfügung.

So funktioniert "Wien räumt auf! Mach mit!"

Einmal bei der Gratis-Hotline der MA 48 angemeldet, ist die Durchführung der Putzaktion ganz einfach. Die 48er rüstet die TeilnehmerInnen mit Arbeitsmaterial - Handschuhe, Warnwesten und natürlich Müllsäcke - aus. Die vollen Müllsäcke werden noch am selben Tag wieder abgeholt. Im Jahr 2007 sammelten die mehr als 8.000 TeilnehmerInnen bei "Wien räumt auf! Mach mit!" übrigens 11,5 Tonnen Müll.

Neben den eigenständigen Putzaktionen führt die MA 48 in allen 23 Bezirken Wiens einen eigenen Putztag durch. Heute, Dienstag, etwa in der Leopoldstadt und in der Wiener City. Spätentschlossene haben hier noch die Gelegenheit, sich für ein sauberes Wien zu engagieren.

Putzen, knipsen und gewinnen!

Den Freiwilligen, die sich aktiv für ein sauberes Wien engagieren, winken heuer auch "saubere" Preise. Ab 8. April 2008 können alle TeilnehmerInnen Fotos, die sie im Rahmen ihrer Putz-Aktivitäten von "Wien räumt auf! Macht mit!" zeigen, online stellen und Eintrittskarten für Wiener Institutionen (Technisches Museum Wien, Naturhistorisches Museum Wien, Belvedere, Haus der Musik), eine Familienkarte für das Haus des Meeres, Besuche im Tiergarten Schönbrunn oder in Minopolis, der Stadt der Kinder, oder einen Wohlfühltag in der Therme Oberlaa gewinnen. Alle Informationen dazu im Internet unter www.baukeinenmist.at.

Tag der offenen Mistplätze

Den Wienerinnen und Wiener stehen das ganze Jahr über 19 Mistplätze zur Verfügung, mehr als 2 Millionen BesucherInnen nutzten im Vorjahr dieses Angebot, um kostenlos ihren "Mist" los zu werden. Im Rahmen von "Wien räumt auf!" erweitert die MA 48 dieses Service noch einmal: So werden am Sonntag, den 13. April 2008 alle Wiener Mistplätze von 7 bis 18 Uhr geöffnet haben. An Samstagen die Mistplätze das ganze Jahr über zu diesen Zeiten offen. Einem Aufräum-Wochenende daheim steht also nichts im Wege.

Die kundenfreundlichen Öffnungszeiten können sich aber auch sonst mehr als sehen lassen: Die 19 Wiener Mistplätze sind Montag bis Samstag von 7 bis 18 Uhr geöffnet, an jedem Sonntag sperrt der Mistplatz in Kagran (22., Percostraße 2) von 7 bis 18 Uhr auf. Problemstoffe können an diesen Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr abgegeben werden.

"Aktion Saubere Stadt" voll umgesetzt

Die Aktivierung der Bevölkerung im Rahmen von "Wien räumt auf! Mach mit!" ist neben der Ausweitung des Angebots der Stadt und der Schaffung einer eigenen Kontroll-Truppe, den "WasteWatchern", eine von drei Säulen im Wiener Sauberkeitskonzept. Das umfassende Maßnahmenpaket ist mittlerweile voll umgesetzt:

Mehr Personal für die Straßenreinigung: Die Straßenreinigung bei der MA 48 kann bereits 200 MitarbeiterInnen mehr auf Wiens Straßen einsetzen. Das entspricht einer Steigerung um 20 Prozent.

Eine aus rund 30 Fachkräften bestehende schnelle und mobile Eingreiftruppe der MA 48, die "Kehrforce", kümmert sich rasch um allfällige Missstände. Im "Normalbetrieb" wird die "Kehrforce" bei Schwerpunkt-Aktionen in jedem der 23 Wiener Bezirke aktiv. Neben den herkömmlichen Aufgaben der Straßenreinigung kümmert sich der mobile Einsatztrupp der MA 48 auch um mehr Sauberkeit bei den Altstoffsammelinseln oder den Abtransport von "herrenlosen" Einkaufswagerln.

1.000 neue Mistkübel für Wien: Die MA 48 schaffte zu ihren bereits bestehenden 14.000 Mistkübeln noch einmal 1.000 zusätzliche Behälter an. Alle nun 15.000 Mistkübel werden mit Applikationen in orange deutlich sichtbarer gemacht. Sukzessive werden die Mistkübel mit "Aschenrohren" für Tschickstummel ausgerüstet.

Mehr Hundesackerlautomaten: Das Angebot an Gratis-Hundesackerlspendern wurde in Wien in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Standen 2004 erst 25 Dispenser zur Verfügung, stieg die Zahl von 312 (Ende 2005) auf 575 (Ende 2006). Jetzt steht Wiens HundehalterInnen der Inhalt von insgesamt 1.450 Dispensern zur Verfügung - und das gratis!

Die Problemstoffsammelstellen (PROSAs) kommen näher zu den Wienerinnen und Wienern: Mit 53 PROSAs, davon 19 auf den Wiener Mistplätzen, weist Wien ein sehr dichtes Netz für diese Art von Abfällen auf. Dennoch gibt es auch hier, insbesondere bei den Sammelcontainern abseits der Mistplätze und Märkte, Verbesserungspotenzial. Im Rahmen der "Aktion Saubere Stadt" startete die MA 48 in den Bezirken Alsergrund und Donaustadt einen Pilot-Versuch, mit dem die PROSAs näher zu den WienerInnen kommen sollen. Dabei kommt eine mobile Sammelinsel per LKW zum Einsatz, die an verschiedenen Standorten im Bezirk hält. Für die Bevölkerung heißt das mehr Service und Bequemlichkeit, denn die Wegzeiten zur PROSA werden kürzer.

Sauberkeit braucht Kontrolle

Als letzter Mosaikstein der von Umweltstadträtin Ulli Sima initiierten "Aktion Saubere Stadt" nahmen mit 1. Februar 2008 die WasteWatcher ihre Kontrolltätigkeit in Wien auf. Sie kontrollieren die Einhaltung der Sauberkeitsregeln auf den Straßen und in den Parks der Bundeshauptstadt. Und das mit großer Zustimmung der WienerInnen:
Laut einer aktuellen Umfrage halten 88 Prozent der Befragten die WasteWatcher für "eine gute Sache". Die WasteWatcher können für Sauberkeits-Verstöße Abmahnungen aussprechen, aber auch an Ort und Stelle Organstrafverfügungen bis zu einer Höhe von 36 Euro verhängen. Bei schwereren Vergehen steht ihnen die Möglichkeit offen, Anzeige zu erstatten. Im folgenden Verwaltungsstrafverfahren drohen Strafen bis zu 1.000 Euro, die sich bei erschwerenden Umständen noch verdoppeln können. Die Strafgelder sind zweckgewidmet, sie werden ausschließlich für die Reinigung von Straßen und Parks ausgegeben.

Grundlage für die im Rahmen der von Umweltstadträtin Sima initiierten "Aktion Saubere Stadt" geschaffenen WasteWatcher ist das im September 2007 im Wiener Landtag beschlossene Wiener Reinhaltegesetz, das mit 1. Februar 2008 in Kraft tritt. In Zweier-Teams sind die 30 dienstrechtlich bei der MA 48 angesiedelten WasteWatcher seit 1. Februar 2008 in Wien unterwegs. Die Mitarbeiter sind "gestandene 48er", die vorher vor allem in der Abschleppgruppe beschäftigt waren. Nach umfassenden Schulungen vor allem im Rechtsbereich und im Konfliktmanagement legten die WasteWatcher, die rechtlich "Organe öffentlicher Aufsicht" sind, einen Amtseid ab. Bei ihrer Tätigkeit müssen sie immer ein Dienstabzeichen tragen und einen Dienstausweis mitführen, der auf Verlangen vorzuweisen ist. Die WasteWatcher treten zum Teil in einer in blau-grau gehaltenen, von Absolventen und Schülern der Modeschule Hetzendorf entworfenen Dienstkleidung auf, die Kontroll-Organe können aber auch jederzeit in Zivil tätig werden.

Neben den 30 Vollzeit-Mitarbeitern werden die WasteWatcher in nächster Zeit kontinuierlich "Zuwachs" bekommen. MitarbeiterInnen der MA 48, aber auch anderer Abteilungen, werden die Ausbildung absolvieren und den Amtseid ablegen. Sie können dann jederzeit bei der Beobachtung von Verstößen gegen die Sauberkeits-Regeln tätig werden. Bis Ende 2009 sollen dann rund 150 WasteWatcher die Befugnis zur Kontrolle haben.

o Info: Alle Informationen zu "Wien räumt auf! Mach mit!" auf www.abfall.wien.at und www.baukeinenmist.at, wo auch das Foto- Gewinnspiel abgewickelt wird.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) wög

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www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Karl Wögerer
Mediensprecher StR. Mag. Ulli Sima
Tel.: 4000/81 359
E-Mail: karl.woegerer@wien.gv.at

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