Google und UNHCR zeigen ein neues Bild von Flüchtlingsnot

Neue Layers für Google-Earth - Tschad unter ersten Ländern der Kooperation

Genf/Wien (UNHCR) - Ein neues, ungekanntes Bild von Flüchtlingsnot zeigen Google und UNHCR ab sofort im Internet. "Google Earth Outreach", das am Dienstag in Genf vorgestellte Web-Programm, basiert auf Google Earth und Google Maps und gibt mit Zusatzinformationen einen detaillierten, vielfältigen Überblick über Flüchtlingskrisen weltweit sowie die Hilfsprogramme. User können so einen virtuellen Besuch im Flüchtlings-Camp, etwa im Tschad, unternehmen. Mit dem neuen Internet-Dienst können das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR und andere humanitäre Organisationen ihre Arbeit für Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebene in abgelegenen Weltregionen besser veranschaulichen und planen. Zum Start der Kooperation gewährt UNHCR neue Einblicke in die Flüchtlingsnot im Tschad (mit Darfur), in Kolumbien und im Irak.

Dazu stellt "Google Earth Outreach" den Organisationen Know-how und Ressourcen zur Bedienung der Programme zur Verfügung; UNHCR liefert auf so genannten Layers aktuelle Berichte, Audio-, Foto- und Videodateien über Flüchtlingsnot und -hilfe dazu.

Bei der Vorstellung des neuen UNHCR-Layers vor geladenen Gästen in der Weltzentrale der Organisation am Dienstag in Genf würdigte der Stellvertretende UN-Flüchtlingshochkommissar L. Craig Johnstone das Projekt als ein Mittel zur Bewusstseinsbildung über Flüchtlingsnot und Hilfsprogramme: "Google Earth bietet UNHCR eine richtig starke Plattform, um die lebenswichtige Arbeit von UNHCR in den entlegensten und kompliziertesten Vertreibungsgebieten der Welt zu zeigen", so Johnstone. "Unsere Arbeit im geographischen Kontext zu zeigen macht deutlich, welchen Herausforderungen wir uns vor Ort stellen müssen."

Der neue UNHCR-Layer besteht aus drei Levels. Der erste gibt einen Überblick über UNHCR und nimmt den User mit auf eine Reise in drei wichtige Einsatzgebiete: Darfur/Tschad, Irak und Kolumbien. Auf der zweiten Ebene bekommt der Nutzer einen noch tieferen Einblick in das Leben der Männer, Frauen und Kinder auf der Flucht, dazu Infos über Bildungs- und Gesundheitsprogramme zu bestimmten Orten in Camps und Flüchtlingsgemeinden. Die dritte Ebene, die Makro-Ansicht, führt den Online-Besucher direkt in ein Flüchtlingslager, wo er sich Schulen, Wasserstellen und andere typische Einrichtungen genauer ansehen kann.

Die Software-Experten von UNHCR sind überzeugt, dass das Outreach-Programm konkrete Hilfe vor Ort nicht nur visuell und geographisch darstellen, sondern auch planen helfen kann. Durch Austausch von Daten mit anderen Organisationen lassen sich so etwa grenzüberschreitende Bevölkerungsbewegungen besser abbilden - eine nützliche Hilfe für die logistische Planung, etwa von Rückkehrprogrammen.

Service: www.unhcr.org/googleearth

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