Theater an der Wien in der "Champions League"

Wien (OTS) - In der "Champions League" der internationalen
Opernwelt sieht Intendant Roland Geyer das Theater an der Wien nach den Erfolgen der laufenden Saison. Mit dem Spielplan für 2008/09, den er am Montag gemeinsam mit Thomas Drozda, designierter geschäftsführender Direktor der Vereinigten Bühnen, vorstellte, soll das Haus endgültig dort etabliert werden. 14 Premieren, davon 10 Opernproduktionen mit den Schwerpunkten Barock - und hier wieder bei Händel, Mozart und 20. Jahrhundert, 2 Ballettproduktionen und zwei Premieren in der "Hölle" stehen auf dem Programm des Hauses, weiters "Oper konzertant" und Konzerte, die das Programm im Dialog mit den Opernproduktionen künstlerisch abrunden. Große Namen von Nikolaus Harnoncourt bis René Jacobs, von Bertrand de Billy bis Fabio Luisi, von Natalie Dessay bis Christine Schäfer und Bo Skovhus sind am Pult wie auf der Bühne ebenso zu finden wie die "Rising Stars", denen das Theater bereits in ihren jungen Jahren ein Podium bieten will. Martin Kusej, Christof Loy, Claus Guth und weitere renommierte Regisseure garantieren für interessante Inszenierungen. Ein Umbauvorhaben, das viele Besucher freuen wird, kündigte Geyer gemeinsam mit Thomas Drozda an: im Parkett werden die Abstände zwischen den Sitzreihen um 1o bis 12 Zentimeter vergrößert und damit Beinfreiheit geschaffen, aufgrund ausgeklügelter Planung wird dieses Mehr an Komfort nur 30 Sitzplätze kosten. Neben dieser gravierenden Verbesserung formulierte Drozda die Gewinnung neuen Publikums und weiterer Abonnenten sowie weiterer Sponsoren neben dem Hauptsponsor Agrana als wesentliche Anliegen. Eine reiche Auswahl von Abonnements bietet die Möglichkeit, aus der Vielfalt des Programms zu wählen und bei früher Buchung Preisvorteile von bis zu30 Prozent zu lukrieren. ***

Ein Fest für Händel

Der Saisonauftakt - nach dem Eröffnungskonzert mit den Philharmonikern am 3. September unter Riccardo Muti mit Musik von Giuseppe Verdi und Nino Rota - ist Georg Friedrich Händel mit seiner Oper "Ariodante", ab 16. September gewidmet. Barock-Spezialist Christophe Rousset dirigiert, Lukas Hemleb inszeniert die intrigante Rittergeschichte, Angelika Kirchschlager singt die Titelrolle. Weitere Händelprogramme stehen im Jahr 2009, zum 250. Todestag des großen Komponisten auf dem Programm: ab 22. Februar die weitgehend unbekannte Oper "Partenope", wiederum unter Christophe Rousset, mit Christine Schäfer, Kurt Streit und dem Countertenor David Daniels, ab 27. März das große Oratorium "Messiah" in englischer Version. Claus Guth sorgt für die Inszenierung, in der der Arnold Schönberg Chor gesanglich und auch im Bühnengeschehen eine zentrale Rolle einnimmt, Jean-Christophe Spinosi, ein junger Pultstar aus Paris, übernimmt die musikalische Leitung.

Barock geht es auch im Herbst mit der zweiten Saisonproduktion ab 14. Oktober weiter: "Orfeo ed Euridice" von Gluck in der Wiener Fassung, dirigiert von René Jacobs mit Bejun Mehta und Miah Persson, Regie: Stephen Lawless.

"Rake’s Progress" mit dem Team Kusej-Harnoncourt

Drei Opern des 20. Jahrhunderts bestimmen das Angebot um den Jahreswechsel. Strawinskis Meisterwerk "The Rake`s Progress", eine Koproduktion mit dem Opernhaus Zürich, ist ab 13. November zu sehen. Nikolaus Harnoncourt am Pult mit den Wiener Symphonikern, Martin Kusejs Regie und Sänger wie Toby Spence, Adriana Kucerová und Sophie von Otter sowie der Arnold Schoenberg Chor versprechen einen spannungsgeladenen Abend. Es folgen "Intermezzo" von Richard Strauss, ab 11. Dezember , musikalische Leitung Kirill Petrenko , Inszenierung Christof Loy, mit Bo Skovhus und Soile Isokoski und "Pelléas et Melisande" von Debussy ab 13. Jänner. Bertrand de Billy dirigiert sein RSO, Laurent Pelly inszeniert, für stimmlichen Glanz sorgen Natalie Dessay und Stéphane Degout.

Mozerts Jugendwerk "Mitridate"

"Mitridate, Re di Ponto", von Mozart mit 14 Jahren geschrieben, bringt ab 24. April ein Wiedersehen mit Publikumsliebling Patricia Petibon, die noch mehr an das Haus gebunden werden soll. Harry Bicket, bereits an großen Opernhäusern zu Hause, leitet die Wiener Symphoniker, Robert Carsen inszeniert. Im August gibt es die Gelegenheit zur Wiederbegegnung mit der erfolgreichen "Don Giovanni" - Inszenierung von Keith Warner, Rinaldo Alessandrini dirigiert das RSO, Erwin Schrott ist der neue Giovanni.
Im Juli steht mit "Il Turco in Italia" erstmals Rossini in der Intendanz von Roland Geyer auf dem Programm. Der Komponist hat freilich schon 1820-25 das Publikum des Theaters in eine "Rossinimania" versetzt, diesmal versucht es Fabio Luisi mit seinen Symphonikern, u. a. mit Ildebrando d’Arcangelo und Nino Machaidze auf der Bühne.

Von den zwei geplanten Ballett-Produktionen steht bereits eine fest: John Neumeier kommt wieder mit seinem Hamburg Ballett Ende Jänner und "Tod in Venedig" in seiner Version mit Musik von Bach und Wagner. In der "Hölle
bringt das Kabinetttheater mit "Ein bekehrter Wüstling" ein Programm mit Musik aus Opern des 20. Jahrhunderts und die Produktion "Haydn bricht auf".

Oper konzertant und Konzerte

Konzertante Opernaufführungen vom Barock über Haydn bis zu Sciarrino und Konzerte komplettieren den künstlerischen Bogen der Saison. Hier steht im Herbst ein Barock-Schwerpunkt mit Werken von Bach und Händel und einem Abend "Farinell & Friends" im Mittelpunkt, weitere Projekte wie die "Beethoven-Akademie" am 22. Dezember, ein Haydn-Geburtstagskonzert am 31. März 2009 und die Komplettierung des Beethoven-Zyklus mit der Aufführung aller Sonaten im ersten Halbjahr 2009 geben dem Programm Kontur.

Abonnements ab 7. April

Ab 7. April startet der Abonnement-Verkauf. Insgesamt stehen 16 Abonnements und Thematische Zyklen in sieben Preiskategorien zur Auswahl, bei Buchung oder Verlängerung eines Abonnements bis zum 30. April wird eine Ermäßigung von bis zu 30 Prozent angeboten.

o Weitere Informationen und Karten- bzw. Abonnementverkauf: Theater an der Wien, 6., Linke Wienzeile 6 Tageskasse täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet Tel.: 588 30-361 Internet: www.theater-wien.at

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