Winkler: "Brauchen richtungweisendes Signal für die weitere Zusammenarbeit mit Lateinamerika und der Karibik"

Staatsekretär Hans Winkler zu Gesprächen in Peru

Lima (OTS) - "Was können wir als Regionen gemeinsam tun? Wie können wir auf der multilateralen Ebene besser zusammenarbeiten? Wo können wir, indem wir unsere Kräfte bündeln, in globalen Fragen nachhaltige Veränderungen bewirken? Das sind die grundlegenden und immer wiederkehrenden Fragen in der Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und Lateinamerika und der Karibik", sagte Staatsekretär Hans Winkler im Hinblick auf den bevorstehenden V. EU-Lateinamerika-Karibik-Gipfel, der derzeit intensiv vorbereitet und im Mai in Lima stattfinden wird.

Österreich weiß aufgrund der Erfahrungen während der Österreichischen Ratspräsidentschaft in Wien 2006 um die großen Herausforderungen der Organisation eines Gipfeltreffens mit insgesamt 60 Staats- und Regierungschefs, sowie zusätzlichen Gipfeltreffen mit den subregionalen Integrationsbündnissen. "Wir haben daher auf allen Ebenen unsere Hilfestellung bei der Planung und Vorbereitung des Gipfels angeboten."

"Gipfeltreffen entfalten eine eigene Dynamik, da durch ihre starke Schub- und Sogwirkung sichergestellt wird, dass sich die beiden Regionen umfassend systematisch und regelmäßig miteinander befassen. Wir müssen gemeinsame Anstrengungen unternehmen, dass der Lima-Gipfel ein Erfolg wird. Wir brauchen ein klares und richtungweisendes Signal für die weitere Zusammenarbeit mit Lateinamerika und der Karibik. Energiesicherheit, Klimawandel und soziale Kohäsion werden die zentralen Gipfel-Themen sein. Beide Regionen wollen nicht nur diskutieren, sondern in Lima auch zielorientierte Aktionsprogramme vereinbaren, denn diese Herausforderungen betreffen die Zukunft von uns allen. Für sie benötigen wir gemeinsame Lösungen."

Erfreut zeigte sich der Staatsekretär über den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zwischen der EU und der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) über ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen. "Wichtig war uns immer die Ausgestaltung einer umfassenden Partnerschaft. Eine Partnerschaft, welche diese Länder dabei unterstützt, die Armut und soziale Ungleichheit ihrer Gesellschaften nachhaltig zu reduzieren, die eigene regionale Integration zu stärken, sowie die notwendigen Strukturen zur stärkeren Beteiligung am Welthandel zu schaffen. Die Europäische Union ist bereits jetzt der zweitgrößte Handelspartner der CARICOM. Mit dem neuen Abkommen wollen wir unsere Partnerschaft weiter ausbauen."

Winkler setzte sich in seinen Gesprächen mit dem peruanischen Außenminister José García Belaúnde, Vizeaußenminister Gonzalo Gutiérrez, Außenhandelsministerin Mercedes Aráoz, sowie bei einem Treffen einer hochrangigen Kommission zum EU-LAC-Gipfel auch dafür ein, die "positive Gipfeldynamik für Verhandlungsfortschritte im Bereich der Assoziierungsabkommen der EU mit Mercosur, Zentralamerika, sowie der Andengemeinschaft zu nützen."

Ein weiteres Thema der Gespräche waren die Bemühungen zum Abschluss der Verhandlungen über ein Investitionsabkommen zwischen Österreich und Peru. "Der schnelle Abschluss dieses Abkommens wäre ein weiterer wichtiger Schritt zur Intensivierung der bilateralen Beziehungen und zur weiteren wirtschaftlichen Verflechtung unserer Länder", so der Staatssekretär.

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