Umweltministerium zu Greenpeace: NGO bei Klimaschutz unglaubwürdig

Mit Kritik an Biosprit wird Greenpeace unfreiwillig zum Handlager der Öl-Lobby

Wien (OTS) - Mit der heute von der Kampagnenorganisation
Greenpeace erhobenen Forderung nach Abschaffung der Biosprit-Beimischung in Österreich hat Greenpeace dem Klimaschutz nach Ansicht des Umweltministeriums einen Bärendienst erwiesen und sich so unfreiwillig zum Handlanger der Öl-Lobby gemacht. Die klimapolitische Glaubwürdigkeit dieser Organisation erscheint massiv in Frage gestellt. Immerhin ist es durch die Beimischung von Biosprit in Österreich gelungen weit über 1 Mio. Tonnen CO2 Emissionen im Verkehr einzusparen. Wenn Greenpeace heute fordert, nachwachsende Rohstoffe im Verkehrsbereich nicht einzusetzen, so ist das nicht mehr und nicht weniger als ein Bekenntnis zum fortgesetzten Einsatz fossiler Treibstoffe, die nach Ansicht führender Wissenschaftler weltweit der Klimakiller Nummer 1 sind. Tatsache ist, dass nach heutigen Stand der Technik der Einsatz von Biosprit die einzige substantiell wirksame und sofort umsetzbare Maßnahme ist. Die Alternative zu Biotreibstoffen - das sei den Kritikern in Erinnerung gerufen - ist fossiler Treibstoff.****

Das Umweltministerium weist ferner darauf hin, dass Untersuchungen des Umweltbundesamtes ergeben haben, dass durch den Einsatz von Biotreibstoffen in einer gesamtheitlichen Bilanz - d.h. von der Produktion bis zum Verbrauch - bis zu 134 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer gegenüber fossilem Treibstoff eingespart werden könnten. Die heutigen Behauptungen von Greenpeace entbehren daher jeder fachlichen Grundlage und stellen die Kompetenz und Seriosität dieser Organisation bedauerlicherweise in Frage.

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