Schulen: Graf: In Wien bereits über 50 Prozent der Erstklassler mit nichtdeutscher Muttersprache

Ernüchternde Anfragebeantwortung der Unterrichtsministerin

Wien (OTS) - Der freiheitliche Bildungs- und Wissenschaftssprecher NAbg. Dr. Martin Graf richtete eine Anfrage an die Unterrichtsministerin betreffend den Anteil der ausländischen Schüler und Schüler nichtdeutscher Muttersprache an Österreichs Schulen. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Die Anfrage umfasste 69 Fragen und bezog sich auf Daten der Schuljahre 1999-2000 bis 2006/2007. Das Ministerium lieferte lediglich Daten über das Schuljahr 2006/2007. Aber nur für dieses eine Schuljahr hatte die Anfragebeantwortung von BM Schmid nicht weniger als 200 Seiten an Daten und Tabellen umfasst. Nach einer ersten groben Sichtung des Materials seien hier einige Beispiele genannt. Alle Angaben betreffen den Anteil ausländischer Schüler und inländischer Schüler nicht-deutscher Muttersprache an der Gesamtschülerzahl.

Nach Schulstufen abgefragt erweist sich die Wiener einheimische Bevölkerung bei den Erstklasslern im Schuljahr 06/07 (heute 7-Jährige) bereits in der Minderheit. Über die Hälfte dieser Altersklasse (50,7 %) hat entweder eine ausländische Staatsbürgerschaft oder eine nicht-deutsche Muttersprache.

In fünf Wiener Gemeindebezirken (5., 8., 9., 17., 20.) weisen alle Hauptschulen einen Anteil an ausländischen Schülern und inländischen Schülern nicht-deutscher Muttersprache jenseits der 75% auf. Die Hälfte der Hauptschulen der Bezirke 20 - Brigittenau und 17 - Hernals hat einen entsprechenden Anteil von über 90%.

Weitere Ergebnisse:

Anteil ausländischer Schüler und inländischer Schüler nicht-deutscher Muttersprache in %
Volksschule Hauptschule
Wien gesamt 48,9 57,6

Wien 6. 82,0 87,2 Wien 8. 33,8 85,9 Wien 9. 46,9 81,2 Wien 15. 75,6 78,3 Wien 16. 75,8 79,3 Wien 17. 53,9 91,1 Wien 20. 74,5 85,9

Linz (Stadt) 38,6 41,8
Wels (Stadt) 48,5 49,9
St. Pölten 30,4 27,1
Salzburg (Stadt)38,9 47,7
Graz (Stadt) 29,5 35,1
Innsbruck 30,2 27,0

Eine vom Freiheitlichen Parlamentsklub veranlasste Sonderabfrage der Geburtendaten bei der Statistik Austria hatte im Februar ergeben, dass in Wien im Jahr 2006 bereits 50,9% der Lebendgeburten von im Ausland geborenen Müttern stammten. Kinder von Eltern der zweiten Migrantengeneration sind dabei noch nicht mit eingerechnet. Demnach stammen lediglich 56.260 der 77.914 Geburten des Jahres 2006 von im Inland geborenen Müttern. Wie hoch dieser Anteil bei den nur mehr 74.952 Geburten des Jahres 2007 ist, konnte bisher noch nicht erhoben werden.

"Angesichts dieser Tatsachen stellt sich die Frage, wann endlich ein Umdenken der Bundesregierung bei der Familienpolitik in Richtung Stärkung von Mittelstandfamilien und Schaffung von Anreizen zur Familiengründung für den Mittelstand stattfindet", meinte Graf. "Denn der so wichtige Mittelstand dürfte mittlerweile völlig auf die Gründung von Mehrkindfamilien verzichten. Das freiheitliche Familiensplittingmodell würde hier besonders diese Zielgruppe maßgeblich entlasten und eine faire, dem Leistungsfähigkeitsprinzip entsprechende Besteuerung für alle gewährleisten. Dieser Regierung dürfte jedoch die Gegenwart wichtiger sein als die Zukunft."

Für Graf ist es angesichts dieser Zahlen und der Untätigkeit der Bundesregierung auch nicht weiter verwunderlich, dass das Bildungsniveau in Österreichs Schulen weiter sinke und immer katastrophalere Werte erreiche. Auch hier müsse endlich umgedacht werden. Eine erste Maßnahme wäre die Beschränkung des Anteils von Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache in den Klassen auf maximal 30 Prozent.

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