Silhavy präsentiert Ergebnisse zu jugend2help: Beteiligung der Jugendlichen oberste Priorität

Help.gv.at soll auch für junge Menschen zum Renner werden

Wien (SK) - "Warum entstand die Idee zu diesem Projekt? Weil der Mensch der Mittelpunkt unserer Arbeit ist und wir wollen die Verwaltungsangebote den Bedürfnissen der Menschen anpassen", betonte Verwaltungsstaatssekretärin Heidrun Silhavy am Freitag im Rahmen der Präsentation der Ergebnisse aus der Abstimmungsphase der neuen Plattform jugend2help.gv.at. Help.gv.at sei eine der erfolgreichsten Internetangebote, so Silhavy, alleine im Jänner habe man 440.000 Zugriffe verzeichnet. Mit dem neuen Angebot soll help.gv.at nun auch bei den Jugendlichen "ein Renner" werden. Bei jugend2help seien die Jugendlichen eingeladen worden, selbst mit zu gestalten, unterstrich die Staatssekretärin und sie zeigte sich erfreut "mit welcher Ernsthaftigkeit und Seriosität" sich die jungen Menschen beteiligt hätten. ****

In drei Phasen wurde der Inhalt der neuen Plattform realisiert, erläuterte Silhavy. Die erste Phase habe man am 26. Oktober 2007 gestartet, von den Jugendlichen wurden über 900 Beiträge in sechs Kategorien (Mein Thema, Bildung & Arbeit, Rechtsfragen, Probleme & Risiken, Mobilität, Start-Up) eingebracht. In der zweiten Phase habe es Arbeitskreise aus Jugendlichen und Experten gegeben, die vielfältigen Ideen der Jugendlichen aus Phase eins seien zu konkreten Konzepten verarbeitet worden. Wichtig sei dabei auch die wissenschaftliche Begleitung gewesen, dies zeige, dass man "die Jugendlichen ernst nimmt" und des Weiteren könnten die Erkenntnisse für weitere, ähnliche Projekte genutzt werden. In der dritten Phase, die vom 18. Februar bis 31. März gedauert habe, hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, über die Wichtigkeit der Projekte abstimmen. Hier konnte man sich über einen Respons von 1.309 ausgefüllten Fragebögen und 10.800 beantworteten Einzelfragen freuen, zeigte sich Silhavy zufrieden.

Die Ergebnisse hätten gezeigt, so Silhavy, das für Jugendliche vor allem der Austausch in Diskussionsforen von Bedeutung sei, gefolgt von Informationen via Newsletter. Bei den Informationswünschen der jungen Menschen hätte sich herausgestellt, dass für "Jugendliche weniger der Spaßfaktor im Mittelpunkt steht, sondern sie Informationen zu ihrer konkreten Lebenssituation wollen." 84 Prozent hätten angeben, dass sie Informationen zu Aus- und Weiterbildung wollen, 77 Prozent zu Berufswahl, Jobsuche und Arbeitsrecht. "Es wäre gut, wenn es uns so gelingt, die Berufswahl zu objektivieren", hielt Silhavy fest.

Interessant sei auch, so die Staatsekretärin, dass die Befragung auch gezeigt habe, dass Umweltthemen für junge Menschen von hoher Relevanz seien. Zur Kategorie "mein Thema" hätte ein Großteil der Befragten angegeben, hier Informationen zu Umweltschutz und umweltfreundlichen Produkten zu wollen. "Das zeigt, dass junge Menschen eine Anleitung haben wollen, wie man zum Umweltschutz beitragen kann", unterstrich Silhavy.

Zur Umsetzung der Ergebnisse merkte Silhavy an, dass man bis Anfang Herbst den Jugendbereich ausgebaut haben wolle. Anschließend soll von Jugendlichen die Plattform offline begutachtet und überarbeitet werden. Ist die Plattform online, sollen Jugendliche auch weiterhin die Möglichkeit haben, Texte zu überarbeiten, so die Staatssekretärin. Ein besonders wichtiges Kriterium werde die Sprache der Seite sein, denn man wolle für die Jugendlichen ein verständliches und ansprechendes Angebot erstellen.

Silhavy betonte abschließend, dass man die Jugendlichen auch in Zukunft einbinden wolle, "vielleicht gelingt es uns, aus diesem Anstoßprozess einen laufenden Prozess zu machen". Für sie müsse die Partizipation zu einer "Dauereinrichtung" werden, denn nur so könne es gelingen, "die Menschen dort abzuholen wo sie stehen." (Schluss) sw

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