Pröll: Neue Initiative für freiwillige CO2-Kompensation gestartet

Grüner Ball an Austrian Airlines und KPC für innovatives Klimaschutz-Angebot

Wien (OTS) - "Die EURO 2008 wird die österreichische Klimabilanz laut Berechnungen des Umweltbundesamtes mit ca. 40.000 Tonnen CO2 belasten. Österreich und die Schweiz haben für die umwelt- und klimafreundliche Abwicklung dieser Großveranstaltung ein Nachhaltigkeitskonzept erstellt, dessen Umsetzung in Österreich von "Umwelt am Ball" vorangetrieben wird. "Die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) hat den Impuls von "Umwelt am Ball" aufgegriffen und mit "Climate Austria" ein neues - auch im internationalen Vergleich innovatives - Instrument geschaffen, das es Unternehmen und Privatpersonen über die EURO 2008 hinaus ermöglicht, die von ihnen verursachten Klimabelastungen durch die finanzielle Unterstützung österreichischer Klimaschutzprojekte auszugleichen. Dass die Austrian Airlines als erster Partner von "Climate Austria" mit gutem Beispiel voran gehen und ihren Passagieren in Zukunft eine freiwillige CO2-Kompensation anbieten wollen, freut mich ganz besonders. Der Flugverkehr ist weltweit für rund drei Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Die Flugbewegungen aller Airlines belasten unsere Klimabilanz jährlich mit über zwei Millionen Tonnen CO2". Das erklärte Umweltminister Josef Pröll heute, Freitag, anlässlich der Vorstellung von "Climate Austria". Austrian CEO Mag. Alfred Ötsch und KPC-Aufsichtsratsvorsitzender GD Dr. Reinhard Platzer wurden von Umweltminister Josef Pröll für ihr Engagement im Klimaschutz mit dem "Grünen Ball" ausgezeichnet. ****

Die wichtigsten Förderinstrumente des Bundes für den Klimaschutz sind die im Jahr 2008 mit rund 90 Millionen Euro dotierte "Umweltförderung im Inland" und der 500 Millionen Euro schwere Klima-und Energiefonds. Über "Climate Austria" soll mithilfe von privaten Sponsoren zusätzliches Geld für inländische Klimaschutzprojekte aufgebracht werden. Damit können besonders innovative Klimaschutzprojekte, die höchsten Standards genügen, aus der Umweltförderung herausgelöst und privat finanziert werden. Biowärme-Kraftwerke, die thermische Sanierung von Gebäuden, Solaranlagen und Photovoltaiklösungen stehen dabei besonders im Focus.

"Aufbauend auf der 15-jährigen Erfolgsgeschichte des Public Private-Partnerships zwischen dem Umweltressort und der Kommunalkredit Public Consulting GmbH lag es für uns nahe, die jahrelange Kooperation mit der KPC im Bereich der Klimaschutzförderungen für die Initiative "Climate Austria" zu nutzen", erklärte Umweltminister Josef Pröll. Aus der Sicht des Umweltministers hat "Climate Austria" die besten Voraussetzungen, zur win-win-Situation für Projektträger und Sponsoren und letztlich auch für die öffentliche Hand zu werden.

KPC steuert "Climate Austria"

Das operative Management von "Climate Austria" wird von der Kommunalkredit Public Consulting wahrgenommen, die durch ihre Tätigkeit als Abwicklungsstelle der Umweltförderungen des Bundes ihre langjährige Erfahrung mit Klimaschutzprojekten einbringt. Sie nimmt eine Treuhandfunktion wahr und stellt sicher, dass die unterstützten Klimaschutzprojekte den gesetzten Anforderungen entsprechen. "Das bedeutet, dass nachweislich Emissionen vermieden werden, positive ökologische und sozioökonomische Nebeneffekte entstehen sowie nationale und internationale Standards strikt eingehalten werden", erklärte KPC-Aufsichtsratsvorsitzender GD Dr. Reinhard Platzer.

Unternehmen bietet "Climate Austria" die Möglichkeit, klimarelevante Tätigkeiten in den Geschäftsbereichen zu evaluieren, die anfallenden Emissionen zu berechnen sowie ein maßgeschneidertes Klimaschutzpaket zu schnüren. "Dafür steht ein eigenes Portfolio an österreichischen und internationalen Projekten - je nach Kundenpräferenz und damit einzigartig - mit Fokus auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieträgerwechsel zur Verfügung. Besonders erfreulich ist die doppelte Wirkung hinsichtlich Umwelt-und Wertschöpfungseffekt für Österreich", so GD Platzer.

CO2 Kompensation - "Carbon Offset" - als Service für Austrian Airlines Passagiere

"Der Beitrag des Flugverkehrs zu den gesamten CO2-Emissionen beträgt weltweit nur rund drei Prozent, der Anteil von Austrian Airlines daran ist minimal. Eine intakte Umwelt ist uns und vielen unserer Passagiere aber dennoch ein Herzensanliegen: Daher bieten Austrian Airlines als Partner und Erstkunde der "Climate Austria" erstmals in Österreich eine innovative Möglichkeit, den individuellen CO2 Verbrauch auszugleichen.

Ab 1. Juni 2008 wird dieses Angebot über unsere Homepage verfügbar sein. Das Besondere der Lösung, die Austrian als Partner von "Climate Austria" gemeinsam mit der KPC konzipiert hat, liegt in dem sowohl internationalen wie auch nationalen Charakter der Offset- und Umweltvorhaben: Erstmals haben Passagiere die Möglichkeit, ihre Klimaförderungsspende optional nationalen oder internationalen Vorhaben zu widmen und können so die finanziellen Mittel auch in Österreich zweckbinden", so Austrian-CEO Mag. Alfred Ötsch zum Engagement von Austrian Airlines im Projekt "Climate Austria".

In einer weiteren geplanten Ausbaustufe werden für jene Passagiere, die "Carbon Offset" nicht gleich beim Ticketkauf per Internet abgewickelt haben, am Flughafen elektronische "Climate Corners" eingerichtet. Auf diese Weise werden Reisende aller Airlines eingeladen, den CO2 Ausstoß ihrer Flugreise bei "Climate Austria" auszugleichen. Die Austrian Airlines Group fungiert in dem gesamten Offset-Prozess finanziell als reine Vermittlungsstelle - die einlangenden Gelder werden ohne jeden Abzug von Gebühren für Austrian Airlines direkt von "Climate Austria" verwaltet.

Lebensministerium, KPC und Austrian gehen mit gutem Beispiel voran

Das Lebensministerium hat 2004 als erstes Bundesministerium einen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt, den zweiten 2006. Darin wird die Umweltperformance des Ressorts anhand international standardisierter Kennzahlen dargestellt. Schon heute wird demnach bei Dienstreisen verstärkt auf die Bahn als klimafreundlichstes Verkehrsmittel gesetzt. Die MitarbeiterInnen des Lebensministeriums nutzen für die Fahrt von und zur Arbeit überwiegend öffentliche Verkehrsmittel und die Zahl der RadfahrerInnen ist überdurchschnittlich hoch. Dennoch wurden 2007 auf Dienstreisen mit Bahn, Flugzeug und PKWs 5.986.992 Kilometer zurückgelegt. "Wir wollen unser Leitbild "Nachhaltig für Natur und Mensch" mit Leben erfüllen und unsere unvermeidlichen CO2-Emissionen kompensieren. Das Lebensministerium wird daher in den Topf von "Climate Austria" EUR 16.000,- einzahlen und österreichischen Klimaschutzprojekten zur Verfügung stellen", unterstrich Umweltminister Josef Pröll sein Vertrauen in das neue System.

"Die Kommunalkredit ist seit Jahren Vorreiter in Sachen Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeitsmanagement. Sämtliche Umwelteffekte der Unternehmensgruppe werden festgehalten. In erster Linie versuchen wir, Emissionen zu vermeiden. So wird für Dienstwege zumeist auf die öffentlichen Verkehrsmittel bzw. auf unsere Dienstfahrräder zurückgegriffen. Wo eine Reduzierung jedoch nicht möglich ist, zum Beispiel bei Flügen, wollen und können wir jetzt kompensieren. Wir waren die erste Bank in Europa, die nach EMAS zertifiziert wurde. Also möchten wir auch im Rahmen von "Climate Austria" mit gutem Beispiel vorangehen und den im Zuge unserer Geschäftstätigkeit verursachten, nicht vermeidbaren CO2-Ausstoß kompensieren. Das sind ungefähr 600 Tonnen für die gesamte Kommunalkredit-Gruppe. Wir sind damit die erste Bank in Österreich, die diesen nachhaltigen Weg einschlägt", erklärte KPC-Aufsichtsratsvorsitzender GD Dr. Reinhard Platzer.

"Für die Austrian Airlines ist das Anbieten der CO2- Offsetlösung ab Sommer 2008 ein weiterer Schritt von vielen bereits sehr erfolgreich umgesetzten Umweltschutzaktivitäten. Durch die Vielfalt der durchgeführten Projekte wurde die Austrian Airlines Group im Jahr 2008 neuerlich von der Stadt Wien zum Ökoprofit-Betrieb gekürt. Auch im Jahr 2007 wurde Austrian mit diesem begehrten Preis ausgezeichnet.

Die Flotte der Austrian Airlines Group hat beim Umweltschutz eine weiße Weste: Sie ist auch im internationalen Vergleich sehr schadstoffarm. Bezogen auf die Transportleistung hat die Austrian Airlines Group einen Treibstoffverbrauch erzielt, der selbst von sparsamen PKWs nicht erreicht wird: Wurden im Jahr 2002 noch 2,91 Kilogramm Kerosin pro 100 Passagierkilometer verbraucht, konnte dieser Wert im Jahr 2006 erfolgreich auf nur 2,84 Kilogramm Kerosin gesenkt werden", erläuterte Austrian-CEO Alfred Ötsch.

Servicehinweis

"Umwelt am Ball" ist die Initiative von Lebensministerium und "2008 - Österreich am Ball" zur Umsetzung des Nachhaltigkeitskonzeptes für die EURO 2008 in Österreich. Die Koordination liegt bei der brainbows gmbh. Weitere Informationen zu "Umwelt am Ball" auf www.umweltamball.at.

Informationen zu "Climate Austria", der Initiative zur Unterstützung von österreichischen Klimaschutzprojekten durch Privatpersonen und Firmen, finden Sie unter www.climateaustria.at

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