ARBÖ: Umwelteffizienz von Agrotreibstoffen gehört überprüft

Wien (OTS) - Bevor in Sachen Biosprit-Beimischung neue Schritte gesetzt werden, müssen die bisherigen Schritte auf ihre Umwelteffizienz dringend und genauestens überprüft werden, fordert der ARBÖ. "Bei der Zumischung von biogenen Treibstoffen zu herkömmlichem Benzin und Diesel war Österreich innerhalb der EU Vorreiter. Für diese Pionier-Rolle wurden und werden die Autofahrer und Autofahrerinnen in Österreich zur Kassa gebeten. Die Mehrkosten dafür belaufen sich auf durchschnittlich 2 Cent pro Liter", ruft ARBÖ-Geschäftsführer Leo Musil in Erinnerung.

Konkret ist der ARBÖ dagegen, jetzt schon wieder über eine Verdoppelung der Zumischungsquote für Benzin von knapp 5 auf knapp 10 Prozent zu diskutieren, noch bevor außer Streit gestellt ist, ob die jetzige Regelung umweltmäßig überhaupt das bringt, was man sich vor Jahren versprochen hatte. Immerhin mehren sich täglich die Bedenken der Umweltexperten und die Einspareffekte von CO2 durch den Einsatz von Agraotreibstoffe werden ständig nach untern korrigiert. "Fakt ist, dass derzeit kein einziger Tropfen Ethanol aus heimischer Erde kommt. Wenn Ethanol aus dem Ausland importiert werden muss, schmälert das die Ökobilanz", so Musil. Man müsse daher ganz genau prüfen, woher der bei uns verwendete Biosprit komme und unter welchen Umwelt-Bedingungen er hergestellt wird. Da derzeit Agrotreibstoffe zum Großteil importiert werden, wird Österreich auch nicht unabhängiger von ausländischen Lieferungen und die heimischen Bauern können ebenfalls nicht davon profitieren. "Kurz zusammengefasst: Alle diesbezüglichen Hoffnungen haben sich bisher nicht erfüllt."

Eine über 5 Prozent hinausgehende Zumischungsquote bringt zudem technische Probleme für ältere Benzin-Fahrzeuge. Grob geschätzt würden 400.000 Benzin-PKW, die älter als 15 Jahre sind, eine höhere Zumischungsquote nicht verkraften und müssten auf die viel teureren Superplus-Benzinsorten ausweichen. "Für diese Fahrzeuge muss auch in Zukunft eine flächendeckende Versorgung mit einer verkraftbaren Zumischungsquote geben," fordert der ARBÖ.

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