Extrem teuren EAG-Strompreis auf Linz AG-Standard senken

Frais: "Hat EAG schon geplante Strompreiserhöhung umgesetzt?"

Linz (OTS) - Die stark gestiegene Inflation in Österreich trifft die Linzerinnen und Linzer weniger stark als anderswo. Denn Linz hat im Vergleich aller österreichischen Landeshauptstädte die günstigsten Versorgungstarife. Auch beim Strom ist die Linz AG billiger als die Energie AG: Ein Durchschnittshaushalt mit 3500 Kilowattstunden Verbrauch kommt im Jahr auf eine Rechnung von 598,73 Euro - bei der Energie AG würde dieselbe Leistung laut E-Control hingegen 644,84 Euro kosten. "Das heißt, die Energie AG ist 46 Euro teurer im Jahr als die Linz AG - hat hier etwa die EAG schon die als Vorleistung für die Teilprivatisierung beschlossene Strompreiserhöhung durchgeführt? Angesichts der enormen Inflation ist das Land Oberösterreich als Eigentümer der EAG jedenfalls gefordert, den Strompreis umgehend auf das günstigere Niveau der Linz AG zu senken", fordert SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

"Beim Strompreisvergleich hat es den Anschein, dass bei der Energie AG jetzt offenbar die Kunden die Rechnung für den gescheiterten schwarzgrünen Börsegang und die künftige Teilprivatisierung bezahlen müssen. Anders ist es kaum erklärbar, wieso die Stromrechnung für einen Durchschnittshaushalt bei der Linz AG um 46 Euro im Jahr günstiger ist als bei der Energie AG. Die Energie AG ist auch im Vergleich zu den anderen österreichischen Stromanbietern unter den teuersten. Aus öffentlicher Verantwortung gegenüber den Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern müssen die Strompreise der Energie AG wieder auf ein vertretbares Niveau - etwa auf jenes der Linz AG - zurückgeführt werden. Pühringer muss sich sonst als Eigentümervertreter bei der Energie AG den Vorwurf gefallen lassen, dass er nichts gegen die Preistreiberei unternimmt", stellt Frais fest.

Der SP-Landtagsklub hat bei der Landtagssitzung am 3. April 2008 einen dringlichen Initiativantrag für preisdämpfende Maßnahmen durch das Land Oberösterreich eingebracht, dem ÖVP und Grün ihre Zustimmung verweigerten. "Wie dringlich die Notwendigkeit für Maßnahmen gegen die Rekordinflation ist, sieht jeder von uns täglich im Supermarkt und an der Tankstelle. Die aktuellen Daten der E-Control beweisen, dass gerade das Land Oberösterreich mit dem Energie AG-Strompreis dringenden Handlungsbedarf hat", schließt der SP-Klubchef.

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