VP-Buk: Ottakringer Jugendumfrage beweist: Bezirk ist wenig kinderfreundlich

Entwicklung im Bezirk entspricht nicht Bedürfnissen junger Menschen

Wien (VP-Klub) - Die größte Jugendumfrage, die Ottakring je erlebt hat, wurde in den vergangenen Wochen von der ÖVP Ottakring und dem Verein der Wiener Jugendfreunde durchgeführt. Insgesamt wurden 10.700 Fragebögen an junge Ottakringerinnen und Ottakringer zwischen 16 und 30 Jahren ausgesandt. Der bisherige Response betrug über 1.000 Fragebögen.

Für die Initiatorin der Jugendumfrage, ÖVP-Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Astrid Buk, dokumentieren die Umfrageergebnisse den Handlungsbedarf für die Politik: "Die ÖVP Ottakring sieht hier die Politik gefordert. So entspricht genau in diesen Themenbereichen die reale Entwicklung im Bezirk nicht den Bedürfnissen junger Menschen. Wir wollen ein Ottakring, in dem es sich junge Leute gut vorstellen können, Kinder und eine sichere Zukunft zu haben", erklärt sie.

Die zentralen Forderungen für mehr Kinder- und Jugendfreundlichkeit in Ottakring fasst Buk wie folgt zusammen:

Jugendverträglichkeitsprüfung für Ottakring

Bezirkspolitische Vorhaben sollen auf ihre Konsequenzen für Kinder und Jugendliche überprüft werden. So soll etwa im Zuge jeder zukünftigen Überarbeitung eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes in Ottakring eine Jugendverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden.

Individuellere und flexiblere Kinderbetreuungsmöglichkeiten

"Das Kinderbetreuungsangebot für berufstätige Mütter und Väter ist vor allem an den Nachmittagen noch nicht ausreichend, viel zu wenig flexibel und nicht auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet. Das muss sich ändern", fordert Buk. Besonders wichtig sind ergänzende Betreuungsmöglichkeiten, etwa zwischen Schule und privatem Musik- oder Sportunterricht am Nachmittag.

Mehr Grün statt Beton

"Wenn fast die Hälfte der jungen Menschen beklagt, dass sie zu wenig Grünflächen in ihrer unmittelbaren Wohnumgebung finden, ist das ein Alarmzeichen! Die SPÖ-Zubetonierer müssen dieses Bedürfnis der Menschen endlich ernst nehmen. Beispiele, wie die betonierte Neugestaltung der J-Wagen-Endstelle oder des Schuhmeierplatzes dürfen nicht mehr passieren", kritisiert Buk. Ihre Forderung: "Jede Möglichkeit, im dicht bebauten Gebiet zusätzliche Grünflächen und damit grüne Lungen und kleine Naherholungsoasen zu schaffen, muss genutzt werden!"

Kritische Beurteilung der Bezirksverwaltung

Klare Ergebnisse bringt die Jugendumfrage auch bei der Beurteilung der SPÖ Bezirksverwaltung. Zwar ist man mit Straßenbau-Reparaturen im Bezirk zufrieden, in keinem einzigen Handlungsfeld wird aber die Arbeit der Bezirksverwaltung als "sehr gut" beurteilt. Im Gegenteil -die SPÖ-Bezirkspolitik erhält von den jungen Leuten ein schlechtes Zeugnis ausgestellt:
- 60 % bewerten die Belebung der größeren Geschäftsstraßen im Bezirk als eher schlecht oder sehr schlecht.
- 56 % empfinden das Bemühen um eine Belebung der Kulturszene im Bezirk als eher schlecht oder sehr schlecht.
- 57 % haben das Bemühen um Umwelt- und Klimaschutz, 46 % die Offenheit der Bezirksverwaltung für Ideen und Vorschläge der Bürger, 60 % die Integration der Ausländer und 73 % die Schaffung attraktiver Shopping- und Flaniermeilen als eher schlechte oder sehr schlechte Leistung der Bezirksverwaltung bewertet.

Politische Konsequenzen der Umfrage

Für Umfrage-Initiatorin Astrid Buk ist klar: "Die jungen Leute in Ottakring sagen in der Umfrage sehr klar, in welchen Bereichen die Bezirkspolitik handeln muss. Sie müssen endlich gehört werden und viel mehr Möglichkeiten zur Mitgestaltung bekommen", fordert Buk und kündigt für die nächste Bezirksvertretungssitzung als ersten Umsetzungsschritt ein "junges Demokratiepaket" an.

Die wichtigsten Punkte des ÖVP-Demokratiepaktes:
- Bürgerbefragungen bei Großprojekten (z.B. Umbau Pensionistenwohnheim II im Liebhartstal, in das die Sporthalle am Nachbargrundstück integriert werden soll)
- Regionale Bürgerversammlungen zu Grätzelthemen, wenn 5% eines Wahlsprengels dies wünschen
- Demokratieorientierte offizielle Homepage mit Abstimmungsmöglichkeiten zu bezirksrelevanten Themen, BürgerInnenforum und Antragsveröffentlichungen
- Klare Definition zur Verwendung des Budgets für Öffentlichkeitsarbeit und der Verfügungsmittel für Jugendinformation im Bezirk
- E-Voting-Pilotprojekte zu jugendrelevanten Themen

"Wir haben mit unserer großen Jugendumfrage ein bezirkspolitisches Referenzmodell für die Einbindung junger Leute geschaffen und wollen diese Strategie auch fortführen. Quantität und Qualität der Beteiligung zeigen klar, dass die jungen Leute der Bezirkspolitik sehr viel zu sagen haben. Wir hören zu - und wollen umsetzen", schließt Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Astrid Buk.

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