Zieht die Finanzkrise der Bayern LB auch Kärntner HYPO in den Strudel?

Klement-Forderung: Landesanteil bei HYPO sofort auf 25% anheben

Wien (OTS) - "Angesichts der katastrophalen Entwicklung der bayrischen Landesbank darf man auf die Auswirkungen auf die Tochter Hypo Group Alpe Adria gespannt sein. Wird die Hypo Group Alpe Adria von der Bayern LB wieder verscherbelt, um die angeschlagene Mutter zu sanieren? Muss etwa die Hypo Group Alpe Adria einspringen, um die riesigen Finanzlöcher der Bayern LB zu stopfen?", fragt der Kärntner FPÖ-NR-Abgeordnete Karlheinz Klement.

"Der vielgepriesene Verkauf der Hypo Group Alpe Adria an die Bayern LB wurde von der FPÖ massiv kritisiert, weil dadurch ein wesentliches wirtschaftpolitisches Steuerungsinstrument aus der Hand gegeben wurde. Für einen kurz- bis mittelfristigen politischen Handlungsspielraum, den man sich durch die Verkaufserlöse schuf, nahm man in Kauf, langfristig wirtschaftspolitisch handlungsunfähig zu werden. Die Entscheidung LH Haiders, den Mehrheitsanteil der Landesbank zu veräußern, erweist sich nun als völliger Irrtum und als grobe Beeinträchtigung der Entwicklungschancen Kärntens", so Klement weiter.

"Dass sich eine Landesbank um Finanzierungsleistungen im eigenen Bundesland zu kümmern hat und nicht auf globalen Finanzmärkten ´Krieg der Sterne´ spielen soll, müsste in der Hypo Alpe Adria Bank seit dem Spekulationsskandal vor zwei Jahren eigentlich klar sein. Dass die Bank nun aber ein weiteres Mal durch den neuen Eigentümer in einen solchen Strudel hineingezogen wird, könnte sich als existenzgefährdend herausstellen", meint Klement. "Die Bayerische Landesbank wird alles unternehmen, um die erlittenen Spekulationsverluste wieder aufzuholen, und ihre Tochtergesellschaften wie die Hypo Alpe Adria Bank werden dabei die ersten sein, die Sparmaßnahmen, Personalreduktionen und Kostensenkungen zu spüren bekommen werden. Was können die fleißigen und bemühten Mitarbeiter der Hypo für die Blödsinnigkeiten einer verfehlten Wirtschaftspolitik?"

Klement: "Die FPÖ Kärnten verweist erneut darauf, dass der Verkauf der Mehrheitsanteile an der Landesbank durch LH Haider eine wirtschaftspolitische Katastrophe war und in seinen Folgen abgemildert werden muss. Nur eine erfolgreiche Landesbank garantiert diverse Investitionen in Kärnten, die für gewöhnliche, an der Börse notierte Geschäftsbanken entweder zu gering oder zu uninteressant wären. Wollte Haider wirklich Reste wirtschaftspolitischer Vernunft demonstrieren, so würde er alles daran setzen, den Anteil des Landes Kärnten an der Hypo Alpe Adria Bank zumindest wieder auf die Sperrminorität von 25% anzuheben! Gerade jetzt, da die Bayern in finanziellen Nöten stecken, öffnet sich dafür ein günstiges Zeitfenster."

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