AKS NÖ: Strengere Auswahlkriterien für Lehrkräfte und SchülerInnenmitsprache bei Bestellung der DirektorInnen

Ginner: Schluss mit parteipolitischen Mauscheleien um DirektorInnenposten

St. Pölten (OTS) - "Die Ausbildung junger Menschen ist ein sensibler Aufgabenbereich, der mit hoher Verantwortung verbunden ist. Die Schule prägt den Lebensbereich und die Persönlichkeitsentwicklung der SchülerInnen maßgeblich. Fachlich und pädagogisch professionelles Lehrpersonal ist daher ein Muss in unserem Schulsystem", stellt AKS-Landesvorsitzender Boris Ginner klar. Bei der Bestellung von DirektorInnen und Lehrkräften pocht die AKS NÖ daher auf mehr Transparenz und Mitsprachemöglichkeiten der SchülerInnen.

Dass der Lebensraum Schule - ob verursacht durch hohen Leistungsdruck, Gewalt oder ungerechter Benotung - für viele SchülerInnen immer noch mit Angst verbunden ist, zeigen uns leider jüngste Studien. Erster Schritt hin zu mehr Zufriedenheit in und mit der Schule sei nach Ansicht der AKS eine verbesserte, reformierte Ausbildung der Lehrkräfte.

"Schon im Zuge der LehrerInnenausbildung soll eine Eingangsüberprüfung mit Schwerpunkt sozialer Kompetenz sicherstellen, dass nur jene LehrerInnen werden, die dafür auch geeignet sind. Dringend nötig ist eine für alle LehrerInnen einheitliche, universitäre Form der Ausbildung, weil es nicht Lehrkräfte erster und zweiter Klasse geben sollte", fordert Ginner. Weiters sollte aber auch eine verpflichtende Weiterbildung der LehrerInnen - sowohl fachlich, als auch pädagogisch - selbstverständlich sein. Probleme mit Lehrkräften seien so am besten vorzubeugen. "Sorgt bereits die Ausbildung für bestes pädagogisches wie fachliches Können der Lehrkräfte, bedarf es auch keiner weiteren (derzeit diskutierten) Personalrequirierung durch DirektorInnen mehr."

Komme es dennoch zu Schwierigkeiten mit problematischen Lehrkräften, sollten DirektorIn und Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) Sanktions-und Veränderungsmöglichkeiten offenstehen.

"Damit sich LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen in ihrem Lebensraum Schule wohl fühlen und sich mit Entscheidungen identifizieren können, müssen diese transparent und demokratisch gefällt werden", erklärt der AKS-Landesvositzende. Zentrale Positionen wie DirektorInnen dürften nicht im Hinterzimmer nach parteipolitischen Motiven "ausgepackelt" werden, sondern sollten demokratisch legitimiert sein. In Form eines Hearings sollten sich AnwärterInnen für den DirektorInnenposten einer direkten Wahl durch die Schulgemeinschaft, bestehend aus Lehrkräften, Eltern und SchülerInnen, stellen.

"In Teilen Finnlands und Deutschlands ist dies bereits Realität", so AKS-Landesvorsitzender Boris Ginner.

Rückfragen & Kontakt:

AKS Niederösterreich
Kastelicg. 2
3100 St. Pölten
office@aksnoe.at
02742/2255-230

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0001