Gewerbe schafft 20.000 neue Arbeitsplätze!

Positive Umsatzentwicklung und deutliches Exportplus 2007, aber starke Preiskonkurrenz - Absage an Vermögenszuwachssteuer

Wien (PWK231) - Eine positive Umsatzentwicklung, starke Preiskonkurrenz und 20.000 neu geschaffene Arbeitsplätze kennzeichnen das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 der Bundessparte Gewerbe und Handwerk. "Die Betriebe aus Gewerbe und Handwerk haben gemessen an ihrer Wirtschaftsleistung ordentlich zugelegt und mit einem Umsatz von 63,1 Mrd. Euro das zweitbeste Ergebnis seit 2001 erreicht. Mit 612.000 Mitarbeitern sind wir außerdem der größte Arbeitgeber in Österreich", betonte heute, Montag, der Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Georg Toifl, im Rahmen einer Pressekonferenz. Generell habe das Gewerbe sein Umsatzplus ein zu eins in neue Arbeitsplätze investiert, ergänzt der Direktor der KMU-Forschung Austria, Walter Bornett.

Per Saldo konnte der nominelle Umsatz 2007 um 3,5 Prozent gesteigert werden. Verglichen mit dem BIP von nominell 5,8 Prozent war die Umsatzentwicklung aber unterdurchschnittlich. Kopfzerbrechen bereitet der Sparte die Preisentwicklung: Diese konnten nur um 2 Prozent gesteigert werden (Inflationsrate bei 2,2 Prozent im Jahresabstand). "Die Preise in Gewerbe und Handwerk wurden unter der Inflationsrate erhöht. Hohe Preise für Vorleistungen und Vormaterialen sind hier aber noch nicht enthalten", so Toifl. Das bedeutet, dass sich auch die Ertragslage der Betriebe nicht verbessert hat.

Freude herrscht über den stetig wachsenden Export: Dieser lag 2007 bei 8 Prozent des Gesamtumsatzes (2006: 7 Prozent). "Das Gewerbe exportiert bereits Waren um 5 Mrd. Euro - Zulieferungen an die Industrie noch nicht eingerechnet", rechnet Bornett vor.

Der Facharbeitermangel ist für fast ein Drittel der Unternehmen eines der wichtigsten Probleme. 67.000 der insgesamt 125.000 Lehrlinge in Österreich werden vom Gewerbe ausgebildet. Viele Lehrstellen können aber nicht besetzt werden, so Toifl, weil die Qualifikation der Schulabgänger nicht ausreicht.

Im zweiten Quartal 2008 planen die Unternehmen 10.000 Mitarbeiter einzustellen.
Die Konjunkturerhebung der KMU-Forschung Austria zeigt für das erste Quartal 2008 eine positive Entwicklung im investitionsgüternahen Bereich und einen anhaltenden Aufschwung im konsumgüternahen Bereich. Insgesamt wird die Geschäftslage besser beurteilt als im Vorjahresquartal. Das Stimmungsbarometer legte um 1 Prozentpunkt zu. Im Investitionsgüternahen Bereich stieg der Auftragsstand um 7 Prozent. Ausschlaggebend dafür war vor allem die positive Entwicklung der öffentlichen Hand mit plus 37,3 Prozent. Damit habe man allerdings immer noch nicht den Wert vom Jahr 2000 erreicht, so Toifl. Insgesamt entfallen auf die öffentliche Hand lediglich 10 Prozent des Gesamtvolumens.

Eine Absage erteilt der Gewerbe-Obmann der in Diskussion befindlichen Vermögenszuwachssteuer: "Das ist kein Lösungsansatz. Man muss Effizienzsteigerungen dort durchführen, wo sie möglich und nicht sofort frisches Geld in die Hand nehmen." (US)

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