Schmied: Eine Milliarde Euro Investitionen in Schulen

2. Bildungsgipfel im Zeichen von "Lebensraum Schule - Arbeitsraum Schule"

Wien (SK) - Anlässlich des heute Nachmittag stattfindenden 2. Bildungsgipfels, zu dem mehr als hundert Teilnehmer angemeldet sind, präsentierte Bildungsministerin Claudia Schmied einen Ausblick auf die Themen, die sich mit dem "Lebensraum und Arbeitsraum Schule" beschäftigen. "Wir brauchen einen Paradigmen- und Kulturwechsel in der Schule, hin zu mehr Wertschätzung und Miteinander", so Schmied. Deshalb sei auch ein Paradigmenwechsel in der Politikentwicklung nur konsequent. Schmied kündigte auch an, dass in den nächsten zehn Jahren eine Milliarde Euro in die Infrastruktur in Bundesschulen investiert werde. Dies sei im Schulentwicklungsplan vorgesehen. Begrüßt werden von Schmied positiven Aussagen aus der ÖVP zur Ganztagsschule. Begrüßt werden von Schmied positive Aussagen aus der ÖVP zur Ganztagsschule. ****

"Beim Erarbeiten von Themen mit den Expertinnen und Experten steht das Wohl der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund. Das ist es, was zählt", erklärte Schmied, was für den heutigen Nachmittag zu erwarten sei. Es seien vier große Punkte, mit denen sich die ExpertInnen aus allen Bereichen, die mit Schule und Bildung zu tun haben, beschäftigen werden.

In der Frage der Infrastruktur sei es notwendig, entsprechend zu investieren. "Denn dann können wir mehr ganztägige Aufgaben erfüllen, mehr Kunst und Kultur, mehr Sport und Bewegung und bessere Arbeitsplätze bieten." Schmied zeigte sich auch über heutige Aussagen von ÖVP-Bildungssprecherin Brinek erfreut: "Es freut mich, dass über alle Parteigrenzen hinweg jetzt offensichtlich auch beim Regierungspartner ganztägige Schulformen favorisiert werden."

Ein wichtiges Themenfeld, das behandelt wird, ist auch "Schule als sozialer Raum". "Mir ist es ganz wichtig, dass alle Schulen gemeinsam an Verhaltensvereinbarungen arbeiten und diese gemeinsam von allen Partnern erarbeitet werden, damit die Schulen Orte der Sicherheit bleiben", betonte Schmied. Immerhin haben schon 40 Prozent der Schulen Verhaltensvereinbarungen geschlossen.

Ebenso werde man über die räumliche Ausgestaltung von Schulen diskutieren. "Denn Räume bewirken etwas und lösen etwas bei Menschen aus." Deshalb sei es wichtig, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie Räume gestaltet sein müssen, um möglichst positive Auswirkungen auf Lernerfolg und ein friedliches Miteinander zu haben.

"Schule und Bildung brauchen Raum"

Die Zahlen einer vom Ministerium in Auftrag gegebenen LehrerInnenbefragung machen deutlich, dass auch das Thema "Arbeitsplatz Schule" angegangen werden müsse. "Wer schon einmal ein Konferenzzimmer besucht hat, der weiß, dass da großer Handlungsbedarf besteht." Angesichts der Umfrage, wonach 87,4 Prozent der LehrerInnen eher oder sehr unzufrieden mit ihrem Image seien, forderte Schmied außerdem mehr öffentliche Anerkennung. "Ich stehe voll vor und hinter meinen innovativen LehrerInnen, denn es ist einer der entscheidensten Berufe in unserer Gesellschaft. Es geht um Kinder und damit um die Zukunft des Landes."

Es sei auch wichtig, dass die Frage der Schulautonomie angesprochen werde. "Ich will die innovativen Menschen, die von der inneren Haltung 'Ich will etwas bewegen' überzeugt sind, fördern und unterstützen", erklärte Schmied. Deshalb sei es unverzichtbar, dass DirektorInnen die Personalverantwortung an ihren Schulen bekommen. "Das ist eine Herausforderung. Das schafft diese Koalitionsregierung oder niemand!"

Auch zur Frage der Kompetenzverteilung zwischen Bundes- und Länderschulen, stellte die Ministerin erneut fest: "Unterschiedliche Zuständigkeiten schaffen Unklarheit und Ineffizienz." (Schluss) js

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