Mölzer: Aufnahme von Georgien und der Ukraine in die NATO führt zu neuem Kalten Krieg

Europäische NATO-Mitglieder müssen sich Bushs Erweiterungsplänen widersetzen - historische Einflusssphäre Moskaus in Osteuropa und im Kaukasus ist zu respektieren

Wien (OTS) - Jene europäischen Staaten, die auch NATO-Mitglieder sind, müssten den Bestrebungen von US-Präsident George W. Bush, die Ukraine und Georgien in den Nordatlantikpakt zu führen, entschieden entgegentreten, sagte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer. "Wenn Bush bei seinem Besuch in Kiew meint, ein NATO-Beitritt der Ukraine wäre eine gute Politik, dann will der US-Präsident die Welt und insbesondere Europa in einen neuen Kalten Krieg führen", betonte Mölzer.

In diesem Zusammenhang wies der freiheitliche EU-Mandatar darauf hin, dass Länder wie die Ukraine oder Georgien seit Zar Peter dem Großen ein Teil der historischen Einflusssphäre Russlands seien. "Natürlich wollen die USA bei ihrem Weltherrschaftsstreben das wieder erstarkte Russland ausgrenzen und mit ihren Vasallen einkreisen. Aber es kann nicht das Ziel Europas ist, hier für Washington Handlangerdienste zu leisten. Wenn nämlich Europa in der Weltpolitik eine eigenständige Rolle und nicht das Reserverad der USA spielen will, ist es auf gute Beziehungen zu Moskau angewiesen", erklärte Mölzer.

Weiters zeigte der freiheitliche Europaparlamentarier Verständnis für die Haltung Russlands, das sich gegen den Verlust seiner historischen Einflusssphäre zur Wehr setzt: "Wie würden wohl die Amerikaner reagieren, wenn ein vom Kreml dominiertes Verteidigungsbündnis Länder in ihrer Nachbarschaft, etwa Mexiko, aufnehmen will?", schloss Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0001