Darabos will Frauenanteil beim Heer noch steigern

Nach zehn Jahren sind 311 Frauen beim österreichischen Bundesheer

Wien (SK) - Vor fast genau zehn Jahren, am 1. April 1998, rückte die erste Soldatin beim Bundesheer ein. Seither haben sich immer mehr Frauen für einen Präsenzdienst bei der Truppe entschieden. Verteidigungsminister Norbert Darabos zeigte sich anlässlich einer Pressekonferenz am Montag im Verteidigungsministerium erfreut über die gute Entwicklung und versicherte, dass "wir den Frauenanteil noch steigern wollen". Zu den Vorwürfen um illegale Geldflüsse im Zusammenhang mit den Eurofighter-Gegengeschäften sagte Darabos, er habe darüber "keinerlei Informationen". Die Verantwortlichkeit liege nicht im Verteidigungsministerium, sondern im Wirtschaftsministerium von Martin Bartenstein, welches für die Abwicklung der Gegengeschäfte zuständig sei. ****

Die positive Bilanz von zehn Jahren Frauen im Präsenzdienst des Bundesheeres könne sich zeigen lassen, erklärte Darabos. Waren im Jahre 1999 noch an die 75 Frauen aktiv bei der Truppe, so sind es im Jahre 2008 bereits 311. Dazu kommen noch 222 weitere, welche der Personalreserve angehören. Auch die Entwicklung in Sachen Frauen und Auslandseinsätze sei im Zeitraum zwischen 2002 und 2008 kontinuierlich angestiegen, freut sich der Bundesminister für Landesverteidigung. Derzeit versehen rund 31 Frauen ihren Dienst nicht in Österreich.

"Der abgeleistete Wehrdienst", so Darabos, "bringt den Frauen auch berufliche Perspektiven, bei der Rückkehr in die Privatwirtschaft", lobte Darabos die "gute Symbiose zwischen Bundesheer und Privatwirtschaft". Denn für Frauen, welche beim Bundesheer manchmal für sie atypische Berufe erlernen, böten sich in der Privatwirtschaft "hervorragende Karrieremöglichkeiten", so der Verteidigungsminister weiter. Ein besonderes Augenmerk liege bei der Lehrlingsausbildung, welche beim Heer bereits seit 25 Jahren vorgenommen wird. Hier ist der Frauenanteil besonders hoch. Von derzeit 230 Lehrlingen sind 62 Frauen.

Eurofighter-Gegengeschäfte Sache des Wirtschaftsministeriums

Auf Frage der Journalisten zum Thema Eurofighter und illegale Geldflüsse in Zusammenhang mit den Gegengeschäften, antwortete Darabos: "Ich habe die Eurofighter nicht gekauft und hätte dies auch nicht getan. Was die Gegengeschäfte anbelangt, ist das keine Angelegenheit des Verteidigungsministeriums, sondern des Wirtschaftsressorts." Verwundert zeigte sich der Verteidigungsminister darüber, dass die aufgetauchten Unterlagen über mögliche Unregelmäßigkeiten nicht schon im Untersuchungsausschuss behandelt worden seien.

Was die Eurofighter selbst betreffe, so gebe es auch keine Probleme bei deren Einführung, die Luftraumüberwachung werde nach dem 1. Juli so sichergestellt sein wie sie heute sichergestellt ist. Zu den kolportierte Schwierigkeiten bei der Lieferung von Ersatzteilen für das Fluggerät meinte Darabos: "Solche Schwierigkeiten sind bei der Inbetriebnahmen eines derart hochtechnischen Geräts unvermeidbar." Er versicherte jedoch: "Die Österreicherinnen und Österreicher können ruhig schlafen. Die Luftraumüberwachung durch den Eurofighter ist mit 1. Juli sichergestellt." (Schluss) mt

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