"180 Grad-Wende der SPÖ setzt rund 12.000 Arbeitsplätze aufs Spiel"

Fachverbands-Obmann Hinterleitner ruft SPÖ in Nichtraucher-Debatte zu partnerschaftlichem Miteinander auf

Wien (PWK227) - Mit Bestürzung kommentiert KommRat Helmut Hinterleitner, Obmann des Fachverbands Gastronomie der Wirtschaftskammer Österreich, die 180 Grad-Wende der SPÖ in Fragen des Nichtraucherschutzes in heimischen Gastronomie-Betrieben. "Die Signale der SPÖ und ihrer Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser waren bisher nicht immer einfach, aber doch immer auf eine partnerschaftliche Lösung ausgerichtet. Die nun vollzogene Kehrtwende ist ein Affront gegen alle Wirte und deren Beschäftigte in der heimischen Gastronomie, die ein wichtiges Rückgrat der österreichischen Wirtschaft darstellt", so Hinterleitner.

Hinterleitner betont, dass sich die österreichischen Gastronomen zu jedem Zeitpunkt der Verhandlungen zu einem umfassenden Nichtraucherschutz bekannt und freiwillig bereits weitreichende Maßnahmen gesetzt haben. "Die nun erfolgte dramatische Entwicklung aber verlangt, dass wir die Karten ganz klar auf den Tisch legen. Denn es gibt nicht den geringsten Zweifel: Ein generelles Rauchverbot würde in der heimischen Gastronomie zu teilweise existenzbedrohenden Umsatzeinbußen und in weiterer Folge zu spürbaren Arbeitsplatzverlusten führen".

Legt man die wirtschaftliche Entwicklung der irischen Gastronomie nach Einführung des Rauchverbotes auf Österreich um, so würde die Einführung eines totalen Rauchverbots in Österreich die Schließung von rund 5.000 Gastronomiebetrieben und die Vernichtung von zirka 12.000 Arbeitsplätzen bedeuten. "Dieses Szenario ist keine Angstmache - es ist eine realistische Einschätzung auf Basis internationaler Erfahrungen vor denen die Entscheidungsträger nicht die Augen verschließen dürfen. Wer also ein totales Rauchverbot einführen will, wird damit bis zu 12.000 wertvolle Arbeitplätze vernichten. Ich appelliere daher an die SPÖ, den gestern eingeschlagenen Konfrontationskurs zu verlassen und zu verantwortungsvollen und partnerschaftlichen Verhandlungen zurückzukehren" erklärt Hinterleitner mit Nachdruck.

Zur Verdeutlichung führt der Branchenvertreter weitere internationale Beispiele der Auswirkungen des totalen Rauchverbotes in der Gastronomie an:

- Italien: Im Bereich der Unterhaltungsgastronomie (Pubs, Diskotheken, Spiellokale) lagen die Umsatzrückgänge im Bereich von 20 bis 25 %. Dies obwohl dank des mediterranen Klimas die Mehrheit der Lokale, insbesondere in Mittel- und Süditalien, über Tische im Freien verfügen, wo ungehindert geraucht werden kann. (Quelle: Mitteilung des Branchenverbandes FIPE, Federazione Italiana Pubblici Esercizi, 2006).

- Irland: In Irland wurden 7.600 Stellen in der Gastronomie abgebaut und es kam zu einem Umsatzrückgang um 20 bis 30 % in Pubs (Quelle: Irish Licensed Vinters Association, Report 2005).

- Slowenien: Eine Untersuchung ergab, dass mehr als zwei Drittel der Gastwirte teils erhebliche Umsatzeinbußen in Kauf nehmen mussten (Quelle: ODMEV, Oktober 2007). (hp)

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