Fahrzeughandels-Obmann Oberwallner: "Auto darf keine Kostenfalle werden"

"Stark steigende Treibstoff-Preise belasten verfügbares Einkommen zusehends" -Vorschläge für eine fahrleistungabhängige Pkw-Maut nicht ausgereift

Wien (PWK226) - "Ständig steigende Konsumentenpreise für Treibstoffe samt unterlassener Weitergabe von Verbilligungen werden zunehmend eine Belastung für die individuelle Mobilität", warnt Gustav Oberwallner, Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Östereich (WKÖ) : "Das Auto darf keine Kostenfalle werden." Schließlich stellt die individuelle Mobilität einen entscheidenden wirtschaftlichen Faktor dar. Der Kfz-Handel fordert ein energisches Handeln der Politik zur Sicherung der individuellen Mobilität der Arbeitnehmer. So ist etwa die Ernennung eines Regulators, wie in anderen volkswirtschaftlich sensiblen Bereichen, denkbar.

Für "nicht ausgereift" hält Oberwallner Vorschläge für eine fahrleistungsabhängige Pkw-Maut in Österreich. "Der in Österreich überwiegend wichtige Individualverkehr ist in exportstarken Regionen Garant der wirtschaftlichen Entwicklung des Autolandes Österreich. Eine Pkw-Maut und damit eine mögliche Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Verkehr treffen möglicherweise für Ballungsräume wie Wien, nicht aber für "das flache Land", zu."

Die bisherige Abfederung der steigenden Energiepreise durch einen starken Euro ist nicht in Granit gemeißelt! Der tatsächliche Kostenfaktor wird durch die von der OPEC vor Tagen bekannt gegebene künftige Bandbreite von 80 bis 100 US-Dollar pro Barrel im Fall der von Experten für Jahresmitte erwarteten Einpendelung, d.h. Abschwächung des Euro, schlagend. Durch eine Abschwächung des Pfundes erhöhten sich in Großbritannien die Energiepreise in den ersten Monaten des Jahres um mehr als 25 Prozent.

Durch die massive Erhöhung der Mineralölsteuer Mitte 2007 und die weitgehend ertragsneutrale Bonus-/Malus-Regelung der Ökologisierung der NoVA zu Jahresanfang ist ein finanzieller Polster für die dringend notwendige Erhöhung der Pendlerpauschale und die steuerliche Gleichbehandlung des Investitionsgutes Pkw für die Klein- und Mittelbetriebe geschaffen. Mit der Öffnung der Vorsteuerabzugsfähigkeit für kleine, CO2-freundliche und verbrauchsarme Fahrzeuge - unabhängig von äußeren Merkmalen wie Länge, Höhe und Kastenförmigkeit - für überwiegend betrieblich genutzte Fahrzeuge würde zudem der steuerliche Lenkungseffekt zur Senkung der CO2-Belastung und somit zur Erreichung des Kyoto-Zielkorridors im Verkehr genutzt werden.

"Der erste Schritt zu der vom EU-Parlament geforderten Absenkung der Zulassungssteuern im Gegenzug zur stärkeren Besteuerung der Nutzung ist vorerst durch die Bonusabsenkung der NoVA für rund 25 Prozent der Zulassungen ab Jahresmitte getan. Die erzielten Übergangsfristen bis 180 g CO2/Kilometer sollten der Autoindustrie genügend Zeit zur Senkung der Verbrauchswerte in dem für Familien und Gewerbetreibenden wichtigen Segment geben." (JR)

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