Plassnik zum Entführungsfall Bert Nussbaumer: "Traurige Gewissheit"

Wien (OTS) - Die Qual der Ungewissheit der letzten eineinhalb
Jahre weicht nun trauriger Gewissheit. Bert Nussbaumer ist nicht mehr am Leben. Unsere schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden. In diesen schweren Stunden gelten unsere Anteilnahme und unsere Gedanken seiner Mutter, Maria Nussbaumer, seinem Vater und seinen beiden Geschwistern", erklärte Außenministerin Ursula Plassnik heute unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht über den Tod Bert Nussbaumers.

"Gemeinsam mit Kollegen des Innen- und des Verteidigungsministeriums haben zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Außenministeriums in Wien, an den österreichischen Botschaften in Washington, London und Berlin und den Nachbarländern des Irak in den vergangenen sechzehn Monaten ein weltweites Netzwerk an Kontakten geschaffen und sich unermüdlich eingesetzt, um Bert Nussbaumer wieder sicher nach Hause zu bringen. Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle im Namen der gesamten österreichischen Bundesregierung meinen aufrichtigen Dank aussprechen."

"Viele Menschen - darunter Vertreter unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften, Vertreter verschiedener Regierungsstellen und Unternehmen, in Österreich lebende Iraker und Medienvertreter - haben sich in den vergangenen Monaten eingesetzt, um mehr über das Schicksal von Bert Nussbaumer in Erfahrung zu bringen", so Plassnik. Die Ministerin verwies auf die aktive Hilfe aus beinahe zwanzig Ländern - darunter die USA, Großbritannien, Deutschland, Kuwait und Jordanien, die ihrerseits die österreichischen Anstrengungen unterstützt haben.

"Für Österreich haben Angehörige des Bundesheeres, des diplomatischen Dienstes und Fachleute des Innenministeriums - in Österreich, aber auch im Irak - an der Aufklärung des Schicksals von Bert Nussbaumer gearbeitet. Sie haben dabei in einigen Fällen die eigene Sicherheit aufs Spiel gesetzt."

"Leider haben unsere gemeinsamen Anstrengungen nicht zum erhofften Erfolg geführt. Bert Nussbaumer ist offenbar Opfer eines menschenverachtenden Verbrechens geworden." Die Ministerin verwies abschließend darauf, dass von Seiten der Entführer nie irgendeine Forderung an Österreich gestellt worden sei.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
Fax: ++43 (0) 50 1159-213
abti3@bmeia.gv.at
http://www.aussenministerium.at
http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0001