Fasslabend: Lech Walesa zählt zu den hervorragendsten Persönlichkeiten der christlich-sozialen Bewegung

Großer Leopold Kunschak-Preis heute an Lech Walesa vergeben

Wien (ÖVP-PK) - Der ehemalige polnische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa wurde heute, Freitag Nachmittag, im Empfangssalon des Parlaments mit dem Großen Leopold Kunschak-Preis 2008 ausgezeichnet. Die feierliche Überreichung der Preise erfolgte durch Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer. Begrüßt wurden die zahlreichen Festgäste auch heuer wieder durch den Vorsitzenden des Kuratoriums des Leopold Kunschak-Preises Präsident Dr. Werner Fasslabend. "Lech Walesa zählt zu den hervorragendsten Persönlichkeiten der christlich-sozialen Bewegung. Er hat als Streikführer in der Leninwerft Danzig das kommunistische System überwunden und für die Rechte und Freiheiten der Arbeiter gestritten und gekämpft und ist dafür ins Gefängnis gegangen", erinnerte Fasslabend an den Beginn der Karriere Walesas, der für seine Tätigkeit den Friedensnobelpreis erhalten hat. 1990 wurde er für fünf Jahre zum Präsidenten Polens gewählt. "Vor allem mit seiner Wertedebatte und -diskussion hat er nach wie vor entscheidenden Einfluss auf das Geistesleben in Europa. Er ist einer der ganz Großen unseres Kontinents, der das Geschehen ganz Europas verändert hat", so Fasslabend. Vergeben werden die Kunschak-Preise im Gedenken an den christlichen Gewerkschafter und ersten Nationalratspräsidenten der Zweiten Republik. ****

Die Würdigung und Vorstellung aller Preisträger erfolgte durch Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal. Neben dem Großen Leopold Kunschak-Preis für Lech Walesa wurden acht Kunschak-Wissenschaftspreise vergeben. Diese erhielten: Mag. Dr. Josef Bakic, Univ.-Ass. Mag. Dr. Astrid Berger, MMag. DDr. Paul Christian Eiselsberg gemeinsam mit Mag. Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer, Mag. Dr. Mathis Fister, FH-Prof. Dr. Claudia Hienerth, Mag. Dr. Martina Lais und Mag. Dr. Eduard A. Stöger.

Anerkennungspreise erhielten Cecily Corti - die Frau des 1993 verstorbenen Regisseurs Axel Corti ist Betreiberin der Vinzi-Rast, einer Notschlafstelle für Obdachlose in Wien-Meidling - und der Grazer Armenpfarrer Wolfgang Pucher sowie Rudolf Habeler und Sr. Myriam Traudlinde Jost.

Die Kunschak-Pressepreise gingen heuer an Mag. Dr. Gisela Hopfmüller-Hlavac (ORF) und Mag. Dr. Erich Witzmann ("Die Presse"). Mazal strich die "enorme Vermittlungsleistung" von Hopfmüller-Hlavac hervor, die für ein breites Spektrum von Dokumentationssendungen verantwortlich ist und sich mit ihrem Engagement und ihrer Seriosität einen Namen gemacht hat. "Hier sitzt der verkörperlichte öffentlich-rechtliche Auftrag des ORF", so Mazal. Witzmann wiederum sei für viele Experten einer der profundesten Wissenschaftsjournalisten im Printbereich.

Mit den Kunschak-Preisen werden Arbeiten auf den Gebieten der Wissenschaft und der Publizistik, die das Verständnis für die Grundlagen und das Wesen der Demokratie, für das friedliche Zusammenleben der Völker, für die Tradition und Aufgabe der christlichen Arbeitnehmerbewegung oder für das Zusammenwirken und den Interessensausgleich zwischen den Sozialpartnern fördern, ausgezeichnet.
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