Kinderbettelei - SP-Stürzenbecher: "Wien setzt richtungweisende Maßnahmen gegen Kinderbettelei"

Wien (SPW-K) - "Mit dem Gesetz, das Betteln mit Kindern unter
Strafe stellt, hat Wien eine sachgemäße, differenzierte Lösung gefunden", erklärt SP-Landtagsabgeordneter Dr. Kurt Stürzenbecher in der heutigen Landtagssitzung. Gleichzeitig mit der Änderung des Wiener Landessicherheitsgesetzes gibt es ein umfangreiches Sozialpaket für Kinder, die zum Betteln gezwungen werden. "Mit all diesen Maßnahmen wollen wir die Kinder vor Ausbeutung und Misshandlung schützen", sagt Stürzenbecher.

Der SP-Landtagsabgeordnete spricht sich gegen ein generelles Bettelverbot aus, wie es ÖVP und FPÖ fordern: "Es ist und war immer Ziel der Sozialdemokratie, Armut zu bekämpfen, nicht aber die Armen." Stilles Betteln von Personen, die das notwendig haben, soll in Wien weiterhin möglich sein. Aufdringliches oder aggressives Betteln ist schon jetzt verboten. "Neu hinzu kommt nun das Verbot des Bettelns gemeinsam mit Strafunmündigen bis 14 Jahre", erklärt Stürzenbecher.

Im Zuge der Ausarbeitung des Gesetzes haben Experten bestätigt, dass Kinder auch dann traumatisiert werden, wenn sie mit den leiblichen Eltern auf der Straße sitzen und betteln. "Wenn die Grünen nun neue Studien fordern, die dieses Fakt bestätigen, vergeht viel Zeit, in der Kinder zu schaden kommen - wir wollen jetzt das Gesetz ändern, nicht erst in ein paar Jahren!", sagt Stürzenbecher. Der Strafrahmen für Erwachsene, die mit Kindern betteln, reicht von einer Ermahnung bis zu einer Geldstrafe von 700 Euro.
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