ÖBB: Am Puls der Zeit

Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit geht alle an - insbesondere die ÖBB. Rund 3.000 Bahnhofsuhren müssen umgestellt werden.

Wien (OTS) - Sie sind es, die jährlich vielen Millionen Reisenden die Zeit bis zum nächsten Zug sagen. Sie sind es, die seit Anbeginn der Eisenbahngeschichte fixes Inventar auf jedem Bahnhof sind - die Bahnhofsuhren. Große und kleine, analoge und digitale; insgesamt 3.000 Uhren versehen auf den Bahnhöfen und Haltestellen Österreichs täglich ihren Dienst.

Eine Stunde vorwärts in fünf Minuten

Bei der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit müssen alle ÖBB-Uhren gleichzeitig binnen Minuten eine Stunde vorgestellt werden. Bei den ÖBB ist dafür INFRA.service zuständig, ein Geschäftsbereich der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG. Hier wird die Programmierung geregelt, d.h. es wird jener Zeitpunkt festgelegt wann die zusätzlichen Halbminutentaktimpulse die Uhren eine Stunde vorgehen lassen. Ende Oktober bei der Rückumstellung von der Sommer- auf Winterzeit bekommen die Uhren eine Stunde lang keinen Impuls und werden somit angehalten.

Damit alles seine Sicherheit hat und die ÖBB wirklich immer am Puls der Zeit ist, werden regelmäßig die Synchronisierungssignale von DCF-Sender (DCF 77) aus Deutschland sowie die Verteilung des Signals in Österreich kontrolliert. Und wenn die Technik doch einmal versagen sollte, ist eine manuelle Programmierung jeder Uhr problemlos möglich.

Atomuhren - die genaueste Zeitbasis

Atomuhren gelten als die Uhren mit der höchsten Präzision. Die Realisierung der Zeiteinheit erfolgt mit Cäsium-Atomuhren, die industriell gefertigt oder für höchste Genauigkeitsansprüche von Forschungslaboratorien gebaut und betrieben werden. Drei dieser Atomuhren stehen in Mainflingen, Deutschland. Sie synchronisieren sich gegenseitig und sind damit u.a. auch zuverlässige Basis für die ÖBB-Zeit. Rund 700 so genannte r Hauptuhren werden über einen Langwellensender bzw. via GPS direkt mit der genauen Zeit synchronisiert . Diese Hauptuhren aktualisieren im Halbminutenabstand die 2.300 Nebenuhren, d.h. der Großteil der ÖBB-Uhren springt alle halben Minuten ein Stückchen weiter - auf die Sekunde genau und alle gleichzeitig.

Nicht nur Bahnsteiguhren, Bahnsteigmonitore und die rechnergestützte Zugüber-wachung werden von den Atomuhren mit der genauen Zeit versorgt; auch die Verkehrsampeln, Umspannwerke und Anlagen der Flugsicherung bauen auf Zeit made in Germany.

Zeitreise ins Jahr 1980

Das Sommerzeitmodell feiert bald einen runden Geburtstag. Eingeführt wurde die Sommerzeit im Jahr 1980, Grund dafür war die Ölkrise 1973. Die Zeitumstellung sollte helfen Energie zu sparen. Die Zeitumstellung wird sogar per Gesetz geregelt. Die mitteleuropäische Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März um 2 Uhr mitteleuropäischer Zeit und endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. D.h. die Stunde, die uns am kommenden Wochenende abhanden kommt, bekommen wir im Herbst wieder zurück.

Was passiert mit den Zügen?

Bei der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit kommen alle Züge, die zu dieser Zeit unterwegs sind, eine Stunde verspätet an. In der Regel sind das Güterzüge und die Nachtreisezüge der ÖBB. Bei der Umstellung im Herbst warten die Züge in so genannten Wartebahnhöfen (nicht auf der freien Strecke) die Stunde ab. Reisende in den Nachtzügen genießen in diesem Fall eine Stunde mehr Schlaf.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsanbieter sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für den umweltfreundlichen Transport von Menschen und Gütern. Mit 42.951 MitarbeiterInnen, Gesamterträgen von 5,466 Mrd. EUR und einem Investitionsvolumen von 2,049 Mrd. EUR im Jahr 2006 ist der ÖBB-Konzern einer der größten Arbeitgeber des Landes und ein wichtiger wirtschaftlicher Impulsgeber. Im Jahr 2007 wurden von den ÖBB 443 Mio. Fahrgäste und 97 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des ÖBB-Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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Mag. Thomas Berger
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