Scheuch: SPÖ "Sozialarbeiterkonzept" weder überdacht, diskutiert noch budgetiert

Gewalt an Schulen muss präventiv gelöst werden!

Klagenfurt (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz gab Landesschulreferent Uwe Scheuch heute, Freitag, seine Sichtweise zu den von Gabriele Schaunig in den Medien präsentierten Sozialarbeitern für Schulen bekannt. "Diese Idee ist nur ein Versuch, medial von den Problemen der SPÖ abzulenken. Die vier Sozialarbeiter, die laut der verkündeten Zahl auch noch schlecht bezahlt sind, erscheinen nur sporadisch und können somit in das sensible Netzwerk der Schulen nicht ordnungsgemäß eingreifen", so Scheuch.

Scheuch sei überhaupt nicht gegen diese Idee, nennt aber als Problem die fehlende Vernetzung, da diese Aktion mit niemandem abgestimmt worden sei. "Diese Idee ist einfach nicht durchdacht, hier muss der Schulverband eingebunden werden und eine Verbindung zu den Lehrern hergestellt werden. Dieses sensible Thema muss dauerhaft betreut werden und nicht sporadisch bzw. stundenweise", so Scheuch.

"Wir sorgen bereits für breit gefächerte Vernetzung und vor allem für Prävention. Im Schulwesen gibt es bereits 8 LehrerInnen die in einem Trainingsraum für die Probleme der Kinder da sind, Time Out Gruppen in denen 6 LehrerInnen beschäftigt sind, 123 BeratungslehrerInnen, MediatorInnen und SchulpsychologInnen", zählt Scheuch auf. Aufgewendet werden dafür ca. 5,5 Millionen Euro, die vom Land Kärnten finanziert werden. MediatorInnen und SchulpsychologInnen werden vom Bund übernommen.

"Ich finde es einfach schade, dass Schaunig versucht sich dieses Themas zu bemächtigen und es missbraucht um von Parteiproblemen abzulenken. Gewalt an Schulen ist ein Gesellschaftsproblem und kein Schulproblem. Frau Schaunig sollte zuerst ihr Sozialreferat in den Griff bekommen!", so Scheuch.

Auch konkrete Pläne für die Zukunft hält Scheuch parat: Problemfälle sollen schon im Kindergarten erkannt werden um Probleme im Vorfeld zu verhindern. "Je früher wir ansetzen, desto geringer ist das Gewaltpotential für später. Hier wird es sicher noch Gespräche mit Regierungskollegen Gerhard Dörfler geben", so Scheuch, der sich auch verstärkt für eine intensivere Vernetzung von Lehrer-Eltern-Schüler einsetzen wird.

"Weiters werden wir einen Antrag bei der Bundesregierung einbringen. Ich fordere künftig an Pflichtschulen zwei Wochenstunden verpflichtend das Fach 'Soziales Lernen’ einzuführen. Hier können Problemfelder mit allen Kindern behandelt werden, die Früherkennung lässt spätere noch größere Probleme gar nicht aufkommen", ist Scheuch überzeugt.

Scheuch freut sich auf zahlreiche Unterstützung dieses Antrages im Parlament. "Auch Frau Schaunig soll sich hier einmal anstrengend und mich unterstützen, damit wir dies positiv abschließen können", so Scheuch, der auch mitteilt, dass seitens Schaunig bis dato über das Thema 'Sozialarbeiter' weder zu ihm, noch zum Landesschulrat oder sonst wem ein Kontakt zur Zusammenarbeit bzw. Abstimmung gesucht wurde.
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