ÖAMTC fordert Erhöhung des Kilometergeldes auf 48 Cent

Aktuelles Kilometergeld entspricht Autokosten aus dem Jahr 2000

Wien (OTS) - Seit dem Jahr 2000 wird das Kilometergeld nicht mehr automatisch angehoben. Mit dem Effekt, dass Autofahrer, die seither ihr privates Kraftfahrzeug für Dienstfahrten einsetzen, mit jedem Kilometer Geld verlieren. "Bei 10.000 Jahreskilometern im Auftrag des Dienstgebers war das über die Jahre ein Verlust von durchschnittlich 40 Euro pro Monat", sagt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. "Die derzeitigen 38 Cent Kilometergeld kommen nicht im Geringsten an die realen Kosten heran, die bei Dienstfahrten im Privatauto entstehen."

Das amtliche Kilometergeld ist definiert als eine Pauschal-Abgeltung für jene Kosten, die anfallen, wenn man sein privates Kraftfahrzeug für Dienstfahrten verwendet. "Von Bereicherung oder Förderung kann beim Kilometergeld nicht die Rede sein, auch wenn das in der aktuell geführten Diskussion manchmal so dargestellt wird", so Brugger-Brandau. "Es geht einzig und alleine um den reinen Ersatz tatsächlich angefallener Kosten." Die ÖAMTC-Expertin fordert daher einmal mehr, das Kilometer-Geld auf eine realistische Höhe festzusetzen. "Die Berechnungen des ÖAMTC auf Basis des 'Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr' haben ergeben, dass der Kostenersatz derzeit 48 Cent pro Kilometer betragen müsste. Eine Erhöhung ist damit schon mehr als überfällig", so Brugger-Brandau.

Entzug der Berechungsbasis und Stillstand bei der Entwicklung

Seit dem Jahr 1977 erfolgt die Anpassung jeweils einer vorhergehenden Erhöhung des "Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr", einem Teilindex des Verbraucherpreisindex. Das Kilometergeld sollte immer dann angepasst werden, wenn die jeweils vorhergehende Erhöhung dieses Pkw-Preisindex mehr als sieben Prozent betragen hat. Seit Anfang 2001 allerdings wurde der Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr, also der wichtigste Maßstab für Verteuerungen rund ums Auto, nicht mehr "offiziell" erhoben. Autofahrerclubs, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Öffentlicher Dienst lassen ihn seither auf eigene Kosten von der Statistik Austria erheben. Brugger-Brandau: "Das tun wir, damit wir überhaupt aussagekräftiges Zahlenmaterial zur Kostenentwicklung bei Autos zur Verfügung haben."

Zuletzt wurde das Kilometergeld im Oktober 2005 auf 38 Cent angehoben. Dieser Betrag wäre nach der herkömmlichen Berechnungsmethode auf Basis des Preisindex allerdings bereits in der ersten Jahreshälfte des Jahres 2000 fällig gewesen. "Rechnet man auf dieser Basis weiter, sind wir im Jahr 2008 bei einem Kilometergeld von 48 Cent pro Kilometer. Jeder Betrag darunter ist ein Verlust für jeden, der sein Privatauto für Dienstfahrten einsetzt. Wir fordern daher die verantwortlichen Politiker auf, sich dringend mit dieser Thematik auseinanderzusetzen und eine raschest mögliche Erhöhung des Kilometergeldes in die Wege zu leiten", so die ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin abschließend.

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