Vilimsky: ÖBB verspekuliert mehrere 100 Euro Millionen, Gehaltssteigerungen für ÖBB-Vorstand gehen aber munter weiter!

ÖBB-Vorstandsgehälter stehen in keinerlei Relation zu deren wahren Leistung - ÖBB Vorstand darf nicht mehr verdienen als der Bundespräsident - Gehaltspyramide ist unumgänglich!

Wien, 28-03-2008 (fpd) - Während die ÖBB-Vorstandsmitglieder ordentlich Geld scheffeln, verlieren die österreichischen Bundesbahnen täglich Steuergeld durch Spekulationsgeschäfte - ergo stünden für ihn, FPÖ-Generalsekretär und Verkehrssprecher, NAbg. Harald Vilimsky, in diesem Falle Erfolg bzw. Leistung in keiner Relation zur Entlohnung. Die FPÖ fordere in diesem Zusammenhang auch eine Gehaltspyramide, da es nicht sein könne, daß ein staatsnaher Betrieb Gehälter in astronomischer Höhe ausbezahle.

Wie jüngst bekannt wurde, stieg das Durchschnittsgehalt eines einfachen ÖBB-Mitarbeiters in den Jahren 2002 bis 2006 von 32.770 Euro auf 38.020 Euro, während sich die Vorstandsmitglieder, bequem am Boden der Macht sitzend, schon einer weitaus saftigeren Erhöhung erfreuen durften, nämlich von 275.060 Euro auf 390.200 Euro. Die ÖBB-Holding bette sich selbst auf Rosen, stopfe sich die Taschen kräftig mit Steuergeldern und mache auch vor Nebengebührenpauschalierungen bei den Pensionen nicht Halt. Dies alles, ohne auch nur einen Funken an schlechtem Gewissen, obwohl sich Huber und Co. eigentlich in Grund und Boden genieren und sich längst in ein Mäuseloch zurückziehen hätten müssen, kritisiert Vilimsky bezugnehmend auf die steigenden Spekulationsverluste.

Die ÖBB habe bereits Ende 2007 140 Millionen Euro durch Investitionen in derivative Kreditprodukte verloren. Zum jetzigen Zeitpunkt habe sich diese Summe bereits auf gewaltige 230 Millionen erhöht. Von den Österreicherinnen und Österreichern bekomme die Bahn jährlich 4 Milliarden Euro an Steuergeldern, die allem Anschein nach für Vorstandsgehälter und Spekulation verprasst werden. So könne man nicht wirtschaften. Wenn bereits letztes Jahr klar war, dass die ÖBB falsch investiert habe, so wäre es die Aufgabe des Finanzvorstandes gewesen, den Rest der insgesamt 600 Millionen sofort in Sicherheit zu bringen. Stattdessen habe man zugelassen, dass sich der Verlust um weitere 90 Millionen erhöht. Scheinbar "Peanuts" für die schwerverdienende ÖBB-Holding.

Jetzt müsse jedenfalls zügig geklärt werden, was schief gegangen ist und bei wem die Schuld zu suchen sei. Denn es zeichne sich ab, dass es sich bei den Spekulationsverlusten um grobe Fahrlässigkeit handle und so werde wohl der Finanzvorstand, allen voran aber das "Oberfrüchtchen" Huber, bei solch einem Versagen mit dem Privatvermögen zu haften haben. Überlegenswert sei auch, ob der Vorstand in der jetzigen Konstellation überhaupt noch eine Daseinsberechtigung habe, denn außer Geld zu verlieren oder in immens teure Sinnloswerbung zu investieren und die eigenen Gehälter stets in die Höhe zu schrauben, während der kleine Mitarbeiter durch die Finger schaue, werde nicht viel gearbeitet. Die Spekulationsgeschäfte können jedenfalls nicht ohne Konsequenzen bleiben, so Vilimsky abschließend. (Schluss) hn

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