Bauernbund fordert Entlastung der Familien und des Mittelstandes

Grillitsch gegen Belastung von Grund und Boden

Wien (OTS) - "Für die Österreichische Volkspartei ist es wichtig, dass bei der kommenden Steuerreform 2010 die Familien entlastet werden und der Mittelstand gestärkt wird", erklärte heute Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch. Das wäre nach den für dieses Jahr vorgezogenen Maßnahmen für Wenigverdienende der nächste logische Schritt. Grillitsch vermisst in dem vor wenigen Tagen vorgelegten Steuerreformkonzept des ehemaligen Wirtschaftsministers und früheren Finanzstaatssekretärs Johannes Ditz "wesentliche Aussagen darüber, wie Familien mit Kindern und der Mittelstand deutlich entlastet werden".

Laut Grillitsch ist klar, dass das Volumen der Steuerreform EUR 3 Mrd. minus jene 300 Mio. beträgt, auf die der Finanzminister durch die Senkung der Lohnnebenkosten verzichtet. Netto beträgt das Volumen also EUR 2,7 Mrd. "Damit muss nicht nur der Standort Österreich gesichert werden, sondern es müssen die Familien entlastet werden, und zwar überall dort, wo Kinder aufwachsen. Weiters müssen die Leistungsträger profitieren. Das ist der Mittelstand, der entweder Lohn- oder Einkommenssteuer zahlt. Und genau das ist die Bevölkerungsgruppe, deren Kaufkraft gestärkt werden muss, um die Konjunktur in Schwung zu halten", betonte Grillitsch. Stattdessen denke Ditz über eine Neugestaltung des 13. und 14. Monatsgehaltes nach, wodurch genau dieser Mittelstand negativ betroffen wäre, so der Bauernbundpräsident.

"Der Österreichische Bauernbund wird nur einer Steuerreform zustimmen, die Familien und Mittelstand begünstigt", bekräftigte Grillitsch. Bevor die Menschen weiter verunsichert werden und über neue Steuermaßnahmen in Form einer Vermögenszuwachssteuer öffentlich nachgedacht werde, sollte man sich lieber ein Konzept überlegen, wie eine solche Steuer aussehen könnte. Verunsicherungen ohne klare Konzepte würden dem Wirtschaftsstandort Österreich schaden und bedeuteten in weiterer Folge den Verlust von Arbeitsplätzen. Eines stellte Grillitsch im Zusammenhang mit einer Vermögenszuwachssteuer jedoch unmissverständlich fest: "Hände weg von Grund und Boden! Der von der SPÖ zudem vorgeschlagenen einseitigen Belastung der österreichischen Landwirtschaft erteilen wir eine klare Absage. Eine Düngemittel- und eine Pestizidabgabe sowie eine Besteuerung des Agrardiesels wäre eine einseitige Belastung unserer heimischen Bäuerinnen und Bauern, die in harter Konkurrenz mit ihren globalen Mitbewerbern stehen. Das wird es mit uns nicht spielen", versprach Grillitsch.
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