Kaiser: "Nein zum Geschäft mit dem Schicksal der Menschen!"

SPÖ lehnt Vorstoß von Ex-ÖVP-BM Ditz, das "Kleine Glücksspiel" österreichweit zu legalisieren, entschieden ab - Weiterhin Ausstieg in Kärnten gefordert

Klagenfurt (SP-KTN) - Die anlässlich der Diskussion über eine Steuerreform von Ex-ÖVP-Wirtschaftsminister Johannes Ditz auf´s Tapet gebrachte Idee, das "Kleine Glücksspiel" österreichweit zu legalisieren und hart zu besteuern, "entbehrt jeder Vernunft und geht an der Realität vorbei", sagte heute, Freitag, der Klubobmann der SPÖ-Kärnten, LAbg. Peter Kaiser. "Es ist absurd, auf diese Weise Geld für das Gesundheitssystem gewinnen zu wollen, wenn gleichzeitig ein Vielfaches davon zur Bekämpfung der Spielsucht und der Folgeerscheinungen aufgewendet werden muss", kritisierte Kaiser die einseitige, auf die Einnahmensseite reduzierte Darstellung.

Es sei erwiesen, dass die Zahl der Spielsüchtigen und Spielsuchtgefährdeten in jenen Bundesländern, in denen das "Kleine Glücksspiel" per Gesetz erlaubt ist, dramatisch zugenommen habe, führte Kaiser vor Augen. Pro Monat würde allein die Spielsuchtberatung der Kärntner Landeshauptstadt bis zu elf Neuzugänge verzeichnen, wies Kaiser auf den Anstieg der Hilfesuchenden hin und gab gleichzeitig zu bedenken, dass diese nur die "Spitze des Eisberges" seien. Beim "Kleinen Glücksspiel", das großes Leid nach sich zieht, werde mit dem Schicksal der Menschen Geschäft gemacht, untermauerte der SP-Klubobmann das Nein zum Vorstoß von Ditz.

Kaiser: "Die SPÖ-Kärnten fordert nach wie vor den Ausstieg aus dem ‘Kleinen Glücksspiel’ und hat auch in der jüngsten Sitzung des Kärntner Landtages einen diesbezüglichen Dringlichkeitsantrag eingebracht. Bis es so weit ist, müssen vorab unverzüglich erste Maßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen unter anderem kein Alkoholausschank während des Spiels, die Untersagung des 24-Stunden-Betriebes, die Einführung von Spielersperren sowie die Durchführung von verstärkten Kontrollen.

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