Gold für Vlies: "Konsument" testet Staubsauger

Geräte mit Vliesfilter punkten. Durchgehend unzutreffende Wattangaben.

Wien (OTS) - Die Verkaufszahlen von beutellosen Geräten sind seit einiger Zeit wieder rückläufig, während Bodenstaubsauger mit Vliesfilter im Aufwind sind. "Konsument" hat 11 Bodenstaubsauger mit Vliesfilter, Papierfilter und Staubbehälter unter die Lupe genommen. Fazit: Sämtliche Produkte mit "guter" Bewertung, darunter auch der Testsieger, sind mit Vliesfilter ausgestattet.

Das Verkaufsargument von Geräten mit Staubbehälter ist der Verzicht auf den Staubbeutel. Dieser Vorteil hat zugleich einen gravierenden Nachteil - insbesondere für Allergiker: Denn das Entleeren und Auswaschen des Behälters ist wenig hygienisch. Bei Saugern mit Staubbehälter tritt mit zunehmender Staubmenge kaum ein Saugkraftverlust ein. Diesen Vorteil machen aber die Vliesfilter weitgehend wett, da sie nicht so schnell verstopfen wie Papierfilter. In Kombination mit Motorschutz- und Abluftfiltern verbessern die Vliesfilter zudem das Staubrückhaltevermögen erheblich - falls das Gehäuse ausreichend dicht ist und die angesaugte Luft nicht an den Filtern vorbeiströmt. Für eine saubere Entsorgung sorgen verschließbare Staubbeutel.

Die Wattleistung sagt entgegen herkömmlicher Meinung nichts über die tatsächliche Saugleistung aus. Vielmehr hängt sie von der gelungenen Abstimmung zwischen Grundgerät, Saugrohren, Filtern und Luftwegen ab. Dass sich die Wattleistung nicht als Richtwert eignet, zeigt der Test auch in anderer Hinsicht: Zwischen den Herstellerangaben und den gemessenen Werten gibt es beinahe immer eine Abweichung nach unten. Beim "Dirt Devil M8424-1" beträgt diese sogar 750 Watt - wobei dieses Modell zugleich einer der größten Stromfresser ist. Das Gerät mit der niedrigsten Wattleistung im Test - "Vorwerk Tiger 260" - erzielte die beste Saugleistung. Allerdings:
Vorwerk-Sauger sind standardmäßig mit Elektrobürsten ausgestattet, was ihnen von Haus aus einen Vorteil verschafft.
Insgesamt am schlechtesten schnitt im Test aber das Gerät der Marke "Lux" ab ("weniger zufriedenstellend"). Der im Direktvertrieb erhältliche Sauger ist nicht nur der teuerste, sondern versagt auch bei der Staub- und Faseraufnahme bei Teppichböden. Zwar kann er bei Hartböden überzeugen, doch glatte Böden sind auch für andere Sauger kaum eine Herausforderung.

Tipp der "Konsument"-Haushaltsexpertin Karin Baumgarten-Doblander:
"Wichtig ist, Motorschutz- und Abluftfilter laut Herstellerangaben sowie den Staubbeutel regelmäßig zu wechseln. Allergiker sollten, wenn sie schon zum Staubsauger greifen, auf ein sehr gutes Staubrückhaltevermögen achten, bei geöffneten Fenstern arbeiten und Billiggeräte meiden."

Die Testergebnisse finden Leser im April-"Konsument" und auf der Online-Plattform www.konsument.at.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/
Testmagazin "Konsument"
Mag. Sabine Burghart
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/588 77 - 256
Email: sburghart@vki.at
www.konsument.at

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