Lunacek: Schluss mit Zaudern bei Olympia-Eröffnungs-Boykott

"Keine Teilnahme an Olympia-Eröffnung" - Grüne fordern Klarstellung von Kanzler und Sportminister Gusenbauer

Wien (OTS) - "Ursula Plassniks zaudernde Haltung zum Boykott von PolitikerInnen der Olympia-Eröffnung in Beijing schadet den berechtigten Anliegen der TibeterInnen", kritisiert Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen. Sie fordert einen Boykott der Olympia-Eröffnung durch die Politik. "Ich weiß nicht, worauf Plassnik und auch Kanzler und Sportminister Gusenbauer noch warten - das chinesische Regime hat mit den Handlungen und Aussagen der letzten Wochen gezeigt, dass es nicht bereit ist zu dem seit Langem geforderten Dialog mit dem Dalai Lama für eine Autonomie Tibets. Geduldiges Warten, wie von Plassnik formuliert, ist da nicht mehr angebracht," betont Lunacek. Die Grünen fordern eine diesbezügliche Klarstellung von Kanzler Gusenbauer: "Schließlich hat er vergangenes Jahr den Dalai Lama empfangen, und Sportminister ist er auch."

Angesichts der Verletzungen, die dem tibetischen Aktivisten, der vergangene Woche bei der Kundgebung der Grünen vor der chinesischen Botschaft den Balkon derselben erklommen hat, um dort die chinesische Fahne herunterzureißen und die tibetische zu schwingen, von Angestellten der chinesischen Botschaft zugefügt wurden, fordert Lunacek außerdem eine deutliche Verurteilung dieser Misshandlungen durch die österreichische Außenministerin.

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