Brosz zu Schulgewalt: Problem wurde nicht ernst genommen

Einsatz von SozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen an Schulen

Wien (OTS) - "Soziale Konflikte und Gewaltprobleme an den Schulen wurden seitens des Bildungsministeriums in den letzten Jahren nicht ernst genommen. Während in anderen Ländern Teams aus SchulpsychologInnen, SozialarbeiterInnen und GesundheitsexpertInnen an Schulen installiert wurden um soziale Konflikte aktiv zu bearbeiten herrschte in Österreich gähndende Leere. Erste Ansätze von Unterrichtsministerin Schmied sind nicht ausreichend. Eine minimale Aufstockung der SchulpsychologInnen genügt nicht," so der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz.

"Schule muss sich mit sozialen Konflikten auseinandersetzen. Es müssen ExpertInnen an den Schulen eingesetzt und wirksame Präventionsprogramme gestartet werden. Dazu gehört: der flächendeckende Einsatz von SozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen, die den Schulalltag begleiten und unterstützend eingreifen bevor Konflikte eskalieren, sowie laufende Fortbildung und Mediation für LehrerInnen um den geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Schullebens besser gerecht zu werden," so Brosz.

"Bisher wurde gerade von ÖVP-PolitikerInnen gerne darauf verwiesen, dass in der Schule unterrichtet werden muss und die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder zuständig sind. Mit dieser Vogel-Strauß-Politik ist niemandem geholfen. Soziale Konflikte können nicht nebenbei im Unterricht abgehandelt werden. Es ist hoch an der Zeit endlich Freiräume in Form von Kommunikationsstunden an den Schulen zu schaffen, in denen Probleme angesprochen, diskutiert und gelöst werden können. Das ist alles andere als verlorene Zeit, sondern ein Ernstnehmen gesellschaftlicher Realitäten," so Brosz.

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