Gewerbliche Verkehrsunternehmen verlangen Aussetzung der Mauterhöhung

Erhöhung bei Gebühren nur bei gleichzeitiger Entlastung bei Steuern

Wien (PWK214) - Eine Aussetzung einer neuerlichen Mauterhöhung ab 1. Mai 2008 verlangen die heimischen Verkehrsunternehmen. Sie stellt eine neuerliche Gebührenerhöhung dar, die zu Preiserhöhungen führt und letztlich von den Konsumenten bezahlt werden muss. Die Anhebung des Grundkilometertarifs um 2,2 Prozent widerspricht den Bemühungen der Bundesregierung, die hohe Inflation zu bekämpfen, stellt Dkfm. Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr fest und fordert einen Preisstopp bei der Maut.

Bereits jetzt führen die Rekordpreise für Treibstoffe zu enorm gestiegenen Belastungen, die an nachgelagerte Wirtschaftsbereiche weitergegeben werden müssen. Die heimischen Beförderungsunternehmen sehen sich seit dem Jahr 2007 mit empfindlichen Kostensteigerungen konfrontiert. Die Mauterhöhung fiel mit 60 Millionen EURO deutlich höher aus als im Regierungsübereinkommen vereinbart. Der Anhebung der Mineralölsteuer um 130 Mio EURO stand eine Senkung der Kraftfahrzeugsteuer um lediglich 70 Millionen EURO gegenüber, so Bollmann.

Von einer Erhöhung der fahrleistungsabhängigen Maut ist neben dem Straßengüterverkehr auch der Autobusverkehr stark betroffen. Die Mehrkosten des öffentlichen Verkehrs müssten entweder durch Mittel der öffentlichen Haushalte oder steigende Ticketpreise für die Fahrgäste bedeckt werden, was wiederum die Konsumenten treffen würde.

Zu den Kostensteigerungen kommen für die Verkehrsunternehmen noch bürokratische Aufwendungen durch unübersichtliche Verkehrsbeschränkungen und überbordende Security-Initiativen hinzu, verlangt Bollmann massive Entlastungen, um der weiteren Ausflaggung heimischer Beförderungsunternehmen und damit dem Verlust von Arbeitsplätzen entgegenzusteuern.

Künftige jährliche Tarifanpassungen für die fahrleistungsabhängige Lkw-Maut und die Pkw-Vignette sollten terminlich zusammenfallen, weil Transportvereinbarungen durchwegs mit Jahresanfang getroffen werden und unterjährige Erhöhungen einen beachtlichen kalkulatorischen Mehraufwand für die Unternehmungen bedeuten, schloss Bollmann. (hp)

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